8. Dezember 2016

Mehr als die Hälfte aller deutschen Unternehmen setzt bereits auf die Cloud

Mit dem Cloud-First-Ansatz wollen CIOs die Geschäftsentwicklung stärker vorantreiben. Das bestätigen auch die Ergebnisse der neuesten Studie des Enterprise Cloud Unternehmens ServiceNow. Hier finden Sie alle Details zur Untersuchung.

Jedes zweite deutsche Unternehmen entscheidet sich heute für die Cloud als Standardmodel für IT-Projekte, weltweit sind es mit 52 Prozent noch ein bisschen mehr – so die Ergebnisse der Studie “The 2016 Cloud Computing Tipping Point” von ServiceNow. Dabei spielen DevOps bei dem Cloud-First-Ansatz eine entscheidende Rolle.

Die Studie konzentrierte sich auf die Auswirkungen sowie die Triebkraft der stets weiterwachsenden Cloud-Orientierung in der Geschäftswelt. Dazu hat ServiceNow weltweit knapp 2.000 Führungskräfte aus dem mittleren und oberen Management befragt, die gleichmäßig verteilt aus den Bereichen IT, Line-Of-Business-Management und DevOps ausgewählt wurden.

Studie liefert interessante Ergebnisse für deutsche Unternehmen

Speziell in Deutschland wurden 225 Unternehmen für die Studie befragt, die folgende signifikante Ergebnisse brachte:

1. Cloud-Computing ist mittlerweile in Unternehmen angekommen

Innerhalb von zwei Jahren wollen die meisten Unternehmen den Umzug in die Cloud schaffen. (Bild: Evernine)

Genau die Hälfte der Teilnehmer gab an, dass sie für neue Business-Anwendungen Clouddienste, wie Software as a Service oder Plattform as a Service, den On-Premise-Rechenzentren vorziehen würde. Diese Zahl entspricht fast exakt dem internationalen Wert: Hier sind es 52 Prozent, die sich für Clouddienste aussprechen.

Rund drei Viertel (73 Prozent) der Befragten wollen den Wechsel außerdem innerhalb von zwei Jahren vollziehen (weltweit waren es 77 Prozent).

„Cloud-First-Unternehmen verfügen über die nötige Flexibilität, Schnelligkeit und Skalierbarkeit, um in der heutigen wettbewerbsintensiven Branche neue Wege zu beschreiten. Es zeichnet sich ein klarer Wandel ab, der weitreichende Folgen hat.”, sagt Georg Goller, Area Vice President Germany, ServiceNow.

2. Durch DevOps zu Cloud-First-Unternehmen

Rund 9 von 10 Befragten sagten, dass sie mit der sogenannten DevOps-Bewegung vertraut sind: Dabei handelt es sich um eine Philosophie, die an Agile Development Community angelehnt ist (weltweit waren es 94 Prozent). Das Ziel der DevOps-Bewegung ist es, die schnelle Entwicklung sowie das Hosting von neuen Anwendungen und Diensten voranzutreiben. Da es in der Vergangenheit wenig Interaktion zwischen IT und Entwicklern gab, zielt DevOps auf die frühzeitige und regelmäßige Zusammenarbeit zwischen beiden Abteilungen.

DevOps sollen die Zusammenarbeit zwischen IT ud Entwicklung fördern. (Bild: Evernine)

Knapp drei Viertel der Studienteilnehmer (72 Prozent) bestätigten, dass der Anstieg von DevOps den Hauptgrund für den Cloud-First-Wandel darstellt (76 Prozent weltweit). Das hängt damit zusammen, dass der Entwicklungsfortschritt Unternehmen unter Druck setzt, Konzepte für den Einsatz von neuen Anwendungen zu erarbeiten. DevOps enthüllte auch Engpässe, die durch das Hosting von Anwendungen auf firmeneigener Infrastruktur entstanden sind. So entscheiden sich Unternehmen für die Cloud, um die umsatztreibenden Anwendungen hinzufügen zu können und so nachhaltig zu wachsen.

„Durch DevOps haben Unternehmen relativ früh erkannt, dass Cloud-Dienste einige Schwachstellen beseitigen können. Und zwar nicht nur in der IT, sondern in allen Unternehmensabteilungen.”, kommentiert Goller.

3. Cloud-First verlangt neue IT-Kompetenzen

Unter den Unternehmen, die den Cloud-First-Ansatz vollständig implementiert haben, geben rund 80 Prozent an, dass ihre IT-Fachkräfte nicht über ausreichend Expertise verfügten, diesen allein umzusetzen (im Vergleich waren es weltweit 9 von 10).

Etwas mehr als die Hälfte (56 Prozent) glauben, dass IT in Zukunft eine essentielle Rolle im Unternehmen spielen wird (68 Prozent global).

Was bewirkt der Cloud-First-Ansatz?

Die Umstellung auf einen Cloud-First-Ansatz kann verschiedene Auswirkungen auf die IT-Abteilung haben:

1. IT-Transparenz und Kostenprognosen

Die Studie hat ergeben, dass eine 360-Grad-Sicht sowie Kostenprognosen für die Umstellung auf Cloud-Dienste am wichtigsten sind.

Die IT benötigt Transparenz über die gesamte Systemumgebung des Unternehmens, einschließlich aller cloudbasierten Dienste und Anwendungen. So kann sie Nachfragen besser managen, Systemkosten besser verstehen sowie Cloud- und On-site-Ressourcen effektiver nutzen.

2. DevOps: Einbindung mehrerer Abteilungen in die IT

Die IT-Teams werden es mit mehr anwendungsbasierten Projekten zu tun haben und müssen die einzelnen Abteilungen mit entsprechenden Tools ausstatten sowie die Entwicklung zunehmend an Mitarbeiter mit DevOps-Fähigkeiten delegieren. Gleichzeitig müssen sie die Kontrolle über die Unternehmensbereiche in Bezug auf Sicherheit und Compliance behalten.

3. Anstieg von Cloud-Diensten verschiedener Anbieter

Die Implementierung agiler Cloud-Management-Strategien und Best Practices wird entscheidend sein. Unternehmen müssen mit verschiedenen Anbietern agieren, dabei können diese Anbieter häufig wechseln. In der Folge gewinnen Service Integration and Management (SIAM) und Vendor Management weiter an Bedeutung.

 

Dieser Beitrag basiert auf einer Pressemitteilung von ServiceNow vom November 2016.

Quelle Titelbild: Evernine

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