27 Dezember 2016

Cloud Computing wird oft als ganz einfache Sache beworben, die mit nur wenigen Mausklicks ganz unkompliziert gelingt. Das stimmt leider nicht so ganz, denn bei einer vollständigen Unternehmens-Migration in die Cloud gilt es Einiges zu beachten. Lesen Sie hier, worauf Sie beim Umzug ganz besonders Wert legen sollten. 

Migrations-Projekte stellen jedes Unternehmen vor eine große Herausforderung. Der Wechsel in die Cloud stellt hier keine Ausnahme dar. Für die Unternehmens-IT bedeutet so ein Umzug, dass einiges an Know-how und Vorbereitung gefordert ist.

Gerade kleine und mittelständische Unternehmen sollten derartige Projekte nicht unterschätzen, sondern sich gründlich Gedanken zu einigen wichtigen Punkten machen:

1. Firmen-Strategie kennen

Der Umzug in die Cloud kann nicht von heute auf morgen gelingen. Bevor die Migration erfolgt, muss jedes Unternehmen eine umfassende IT-Strategie ausarbeiten.

Konkret bedeutet das, dass Sie sich im Vorfeld einige Fragen stellen müssen: Warum sollte mein Unternehmen in die Cloud ziehen? Was erwarte ich mir vom Wechsel?

2. Neue IT-Landschaft gestalten

Viele Unternehmen denken noch immer, dass sie ihre bestehende IT-Struktur unverändert in die Cloud kopieren können. Das funktioniert in vielen Fällen nicht ganz so reibungslos. Lassen Sie sich vielmehr auf neue Verfahren und Technologien ein, anstatt am Alten festzuhalten.

3. Serviceorientiert denken

Informieren Sie sich, in welchen Rechenzentren Ihre Daten gespeichert werden. (Bild: Evernine)

Cloud-Provider stellen IT als Service zur Verfügung. Das bedeutet für Unternehmen, dass wichtige Anwendungen schon vorab serviceorientiert organisiert werden müssen. Dabei sollten Service nach Relevanz sortiert und damit die benötigte Verfügbarkeit sowie Wiederherstellungszeit (TTR) berücksichtigt werden.

4. Absicherung auch in der Cloud

Natürlich müssen Ihre Anwendungen und Services auch in der Cloud gründlich abgesichert werden, damit Ihr Unternehmen selbst in Worst-Case-Szenarien handlungsfähig bleiben kann. Je nach individuellem Schutzbedürfnis sollten Sie sich im Vorfeld ausführlich mit dem Anbieter abstimmen.

Darüber hinaus ist Datenschutz im Cloud Computing nach wie vor ein zentrales Thema. Informieren Sie sich genau darüber, wo Ihre Daten später gespeichert werden, sowie wer die juristische Hoheit darüber hat.

5. Expertise ins Unternehmen holen

Niemand erwartet von Ihnen, dass Sie den Umzug in die Cloud alleine bewerkstelligen. Gerade kleinen Unternehmen und Mittelständler möchten wir dringend empfehlen, sich erfahrene Partner mit ausreichend Migrations-Expertise mit ins Boot zu holen.

6. Preise prüfen

Wenn Ihnen die Migrations-Expertise fehlt, lassen Sie sich beraten. (Bild: Evernine)

Hinterfragen Sie unbedingt die Preise, die Ihnen ein Provider nennt. Oft versuchen die Anbieter, eigentlich selbstverständliche Dienste als Extra-Posten zu berechnen.

Wichtig an dieser Stelle ist es, auch die eigenen Kennzahlen zu kennen: Wie viel Bandbreite oder Storage benötigen Sie eigentlich? Lassen Sie sich nicht mehr einreden, als Sie wirklich brauchen – hier können auch Cloud-Berater zur Seite stehen.

7. Eigenverantwortung bewahren

Nur weil Ihr Unternehmen in die Cloud umzieht, bedeutet das nicht, dass Sie deswegen nicht mehr selbst für den Umgang mit Ihren Daten verantwortlich sind. Prüfen Sie kontinuierlich, ob der Anbieter seinen Aufgaben tatsächlich nachkommt. Auch hier kann es sinnvoll sein, sich Rat von externen Experten zu holen.

8. Trennung vom Provider bedenken

Bevor Sie vollständig in die Cloud umziehen: Unbedingt darüber nachdenken, wie im Ernstfall eine Trennung vom aktuellen Provider ablaufen könnte!

Hier geht es weniger um Kündigungsmodalitäten, als beispielsweise um die Möglichkeit, Daten und Anwendungen unkompliziert zu einem neuen Anbieter verschieben zu können.

 

Quelle Titelbild: iStock via Evernine