6. Oktober 2017

(K)ein Widerspruch? Wie sich Datenschutz und IoT vereinbaren lassen

Uniscon bietet Technologien im Bereich Cloud Security an und ist seit Mitte 2017 Teil der TÜV SÜD AG. Bei ihren technologischen Lösungen und eigenen Cloud Services legt Uniscon ein besonderes Augenmerk auf das Thema Datenschutz. Nun beschäftigt sich das Unternehmen damit, wie der Datenschutz den Möglichkeiten des Internet of Things (kurz IoT) entgegen steht und – wie dies gelöst werden kann.

Das Internet in seiner jetzigen Form hat unser aller Leben stark beeinflusst und ist nicht mehr wegzudenken. Doch das Internet der Dinge (IoT) eröffnet noch ganz andere Möglichkeiten: Bis 2020 sollen rund 50 Milliarden Dinge, also Maschinen, Produkte und Sensoren vernetzt sein. Dabei entstehen Unmengen an Daten – Informationen, die im besten Fall in Echtzeit erfasst, ausgewertet, verknüpft und im Netzwerk verfügbar gemacht werden.

Unternehmen können die neuen Informationen dazu verwenden, Kundennutzen zu schaffen und hierdurch einen Wettbewerbsvorteil erlangen. Oder sollte man eher sagen: “könnten”? Der Datenschutz steht den Möglichkeiten des IoT bislang nämlich noch entgegen. Um den Kampf zwischen IoT und Datenschutz aufzulösen, arbeitet TÜV SÜD-Partner Uniscon an einer Plattform, die eine sichere und rechtskonforme Datenübertragung gewährleistet.

Hallo sensible Cloud-Anwendungen

Die international patentierte Sealed Cloud Technologie von Uniscon setzt umfangreiche Compliance-Anforderungen um und bildet die Basis für Sealed-Computing-Lösungen.

“Die Anwendungen sind vielfältig: Von der Auswertung von Videodaten im öffentlichen Raum, der sicheren Verarbeitung von persönlichen Daten in der Medizin über Anwendungen in der Versicherungswirtschaft bis hin zur Verarbeitung von Fahr- und Fahrzeugdaten bei autonomen Automobilen – alles hochsicher und selbstverständlich unter Berücksichtigung der Privatsphäre”, so Dr. Dirk Schlesinger, Chief Digital Officer der TÜV SÜD AG. “Somit steht dem Siegeszug von Cloud-Lösungen auch in sensiblen Bereichen eigentlich nichts mehr im Wege.”

Big-Data-Analysen werden datenschutzgerecht

“Gerade bei sensiblen Daten braucht es nicht nur klare Regeln, um Missbrauch und Manipulationen auszuschließen, sondern es muss technisch sichergestellt sein, dass die gesetzlichen Regularien eingehalten werden.”, meint Dr. Hubert Jäger, CTO der Uniscon GmbH. Hier setzte Sealed Analytics, eine der Sealed Computing Lösungen an. Sealed Analytics ermöglicht datenschutzkonforme Big-Data-Analysen in einem technisch versiegelten Rechenzentrum.

Mit Sealed Analytics “lassen sich die erhobenen personenbezogenen Daten anonym übertragen, speichern und verarbeiten, ohne dass Datenschutzrechte verletzt werden, sowie Ergebnisse ermitteln, die ebenfalls rein anonym sind.”

Das hohe Sicherheitsniveau stehe allen industriellen Prozessen zur Verfügung. Als Beispiel einer möglichen IoT-Anwendung nennt Jäger das Forschungsprojekt im Rahmen der Smart Service Welt des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, CAR-BITS.de, das Uniscon gemeinsam mit der Continental Automotive GmbH, dem Fraunhofer Institut AISEC und der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg entwickelt. Das Projekt hat die Aufgabe, Sensordaten, die über das Auto ermittelt werden, datenschutzgerecht auszuwerten und verschiedenen Anwendungsbereichen anonym – zum Beispiel zur Ermittlung des Straßenzustandes oder von stehenden Hindernissen – zur Verfügung zu stellen.

 

Dieser Beitrag basiert in Teilen auf einer Pressemitteilung von Uniscon,
September 2017.

Quelle Titelbild: iStock / KeremYucel

Schreiben Sie einen Kommentar

Mit einem Netzwerk anmelden, oder das Formular ausfüllen. Die E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht. Notwendige angaben sind mit * gekennzeichnet.