16. November 2015

Welche Daten Android und iOS wirklich sammeln

Keine Neuigkeit: Nutzerdaten von Smartphones werden gesammelt und an Dritte weitergegeben. Nun haben Forscher aber herausgefunden, dass unterschiedliche Betriebssysteme verschiedene Daten weitergeben.

Eine kostenlose App ist schnell installiert. Häufig interessiert sich der Kunde dabei nicht, auf welche Daten die jeweilige Applikation zugreift oder gar weitergibt. Mitunter gibt man als User aber die Berechtigung, dass intime Informationen wie Kontaktdaten oder gar Bilder an Dritte weitergegeben werden dürfen.

Lesen Sie weiter auf cloudmagazin.com

Einen vollkommen neuen Einblick zu diesem Thema liefert eine Studie, die an mehreren US-Universitäten durchgeführt wurde. Denn anscheinend sammeln die wichtigsten mobilen Betriebssysteme Android und iOS verschiedene Nutzerdaten.

Viele der kostenlosen Apps aus der Studie sind dabei beliebte Anwendungen für Nutzer von iPhones und Android-Endgeräten gleichermaßen. Neben dem Adobe Reader, Box und YouTube überraschen vor allem der Onlineshop Ebay, Skype und Facebook in der Liste aus über 110 Apps.

Bild: Pixabay

Apple, Ebay, Facebook und Google geben die meisten Daten weiter. Bild: Pixabay

 

Beide Betriebssysteme fallen negativ auf

Weder iOS noch Android können sich als Datenschützer rühmen. Vielmehr wird klar, dass beide Betriebssysteme unterschiedliche Vorlieben haben. Wo 73 Prozent der untersuchten Android-Apps beispielsweise persönliche Daten weitergeben, brilliert iOS mit nur 16 Prozent. In Bezug auf Standortdaten gibt hingegen wieder iOS die meisten Informationen weiter.

Dabei wird klar wohin die Nutzerdaten in den meisten Fällen gehen. So fällt der Löwenanteil mit 36 Prozent an Google, gefolgt von Apple und Facebook. Allem Anschein nach sind demnach gezielte Werbemaßnahmen und vielsagende Kundenprofile das Ziel der unterschiedlichen Datensammelei.

Hierbei stößt Android dem Kunden aber besonders auf. Denn neben den bereits genanntenten Dritt-Domains, gehen bei diesem Betriebssystem zusätzlich 93 Prozent der Daten an eine Website namens “safemovedm.com”. Sinn und Zweck dieser gut versteckten Domain konnten die Forscher nicht herausfinden.

Updates bringen Hoffnung

Getestet wurden 110 Apps unter den veralteten Betriebssystemen iOS 7 und Android 4.4. Mit dem aktuellen iOS 9 und Android 6 erhoffen sich die Forscher aber einen deutlich verbesserten Datenschutz und Kontrolle. Gerade Android-Nutzer würden von einem Update profitieren, denn dieses ermöglicht es den einzelnen Apps gezielt den Zugriff auf bestimmte Daten zu verweigern.

Quelle Bild: Flickr Kārlis Dambrāns, CC BY 2.0