14 März 2016

Las Vegas neue Straßenlaternen setzen auf einen Mix aus Sonne und Bewegung. Und fungieren gleichzeitig als Hotspot. 

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Gerade die Stadt der Leuchtreklamen, Leuchtstoffröhren und prunkvoll beleuchteten Casinos wirkt nicht so als würde dort in irgendeiner Weise Wert auf die Energiebilanz der Beleuchtung gelegt werden. Allerdings legt zumindest die Stadtverwaltung künftig mehr Wert auf einen umweltfreundlicheren Umgang mit dem Strom.

In Kooperation mit dem New Yorker Startup „EnGo PLANET“ setzen Sie dabei erstmals auf eine Technik, die nicht nur Sonnenstrahlen, sondern auch die Schritte vorbeilaufender Fußgänger in Strom umwandelt.

So funktioniert die neue Technologie

Die neuen Straßenlaternen sind mit Solarmodulen ausgestattet, die die Sonnenstrahlen einfangen sollen. Außerdem wird die Schrittenergie der vorbeilaufenden Passanten eingefangen. Hierzu sind im Boden spezielle Pads eingebaut, wobei die beim Betreten aufgebrachte Energie in nützliche Energie verwandelt und in einer Batterie gespeichert wird.

Die Straßenlaternen halten dabei den Energiebedarf so niedrig wie möglich, es werden besonders sparsame LED-Leuchten verwendet und als besonderes Extra sorgen Bewegungsmelder dafür, dass die Lampen nur dann leuchten, wenn sie auch tatsächlich gebraucht werden.

Diese besonderen Extras halten die Laternen noch bereit

Licht ist jedoch nicht das Einzige was die Laternenpfähle zu bieten haben. Sie dienen zudem als eine Art intelligentes Datencenter. Eingebaute Sensoren messen beispielsweise die Temperatur, die Luftfeuchtigkeit oder die Feinstaubbelastung der Stadt.

Aber auch zur Sicherheit des Verkehrs und der Bürger tragen die Masten, die mit ihren eingebauten Kameras alles filmen, bei.

Einige der Masten dienen sogar als WLAN-Hotspots und am einen oder anderen kann an USB-Anschlüssen sogar das Smartphone aufgeladen werden.

Fazit: Einen Teil zum Umweltschutz beizutragen ist eine gute Sache, ob das Laternenpfahl-System allerdings eine echte Chance hat oder es nur eine wilde Zukunftsvision ist, wird sich zeigen.

Quelle Titelbild: Pixabay