21. April 2016

So profitiert eine Fertigungsanlage von der Cloud

Ein Assistenzsystem für den Bereich Hochleistungsfertigung kann demnächst mehr als nur in der gewohnten Rechenzentrumsumgebung effektiv produzieren. Wie das dank der Cloud klappt, lesen Sie hier.

Wieder mal geht ein großes Projekt, in diesem Falle für Unternehmen mit zerspanender Fertigung parallel zur herkömmlichen Lösung auch als Public-Cloud-Lösung über die Microsoft Cloud Deutschland an den Start. Diese Variante war als Proof of Concept (PoC) erstmals auf der Hannover Messe auf dem Microsoft-Stand zu sehen und zu testen.

Im Gegensatz zur konventionellen Lösung, bei der das Assistenzsystem lokal auf den Servern beim Kunden implementiert wird, werden alle Anwendungen der neuen ValueFacturing-Variante über die Public Cloud bereitgestellt. Daraus ergeben sich kürzere Projektlaufzeiten, weniger Verwaltungsaufwand und niedrigere Kosten im laufenden Betrieb.

Weniger Kosten bei steigender Effizienz

Ein neues Abrechnungsmodell nach tatsächlich erbrachter Rechenleistung von ValueFacturing (z.B. pro eingestelltem Werkzeug) bietet dem Kunden weitere Kostenvorteile. Gerade für kleinere Unternehmen ohne eigene IT-Abteilung wird die Cloud-Lösung damit zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil.

Die Kundendaten werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren gespeichert. Der Datenaustausch zwischen den beiden Rechenzentren in Magdeburg und Frankfurt am Main findet über ein privates, vom Internet getrenntes Netzwerk statt, womit der Verbleib der Daten in Deutschland gesichert ist.

Der Zugang zu den Kundendaten liegt beim Datentreuhänder, einem unabhängigen Unternehmen mit Hauptsitz in Deutschland, das der deutschen Rechtsordnung unterliegt: T-Systems, eine Tochter der Deutsche Telekom. Microsoft reagiert somit auf den wachsenden Bedarf an Public-Cloud-Diensten im deutschen Markt und geht speziell auf die Anforderungen datensensibler Organisationen ein.

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Weit vernetzt und effizient: so funktioniert ValueFacturing. Quelle: Microsoft

Zerspanung ganz in der Cloud

Deutschland ist ein Hochlohnland und teuer in der Produktion. Ein effizienteres System, das darüber hinaus noch automatisiert ist, ist also bei jedem produzierenden Unternehmer gern gesehen. Das System entstand in 25-jähriger Detailarbeit und ist die bisher einzige, vollständig webbasierte Softwarelösung für das NC-Fertigungsmanagement in zerspanenden Produktionen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Systemen sind keine manuellen Dateneingaben erforderlich.

Der große Vorteil von ValueFacturing liegt in der bidirektionalen Online-Kommunikation in Echtzeit mit allen am Fertigungsprozess beteiligten Systemen und der Fähigkeit, Informationen intelligent anzureichern.

Das Ergebnis: Die Fertigung wird wirtschaftlicher, prozesssicherer und transparenter. ValueFacturing optimiert vor allem den Sortenwechsel. Ohne die Unterstützung eines Assistenzsystems würde der Fertigungsmitarbeiter bei diesem aufwendigen Vorgang zwangsläufig Zeit und Ressourcen verschwenden und suboptimale Entscheidungen treffen. Zudem beinhaltet das Assistenzsystem eine „Datenpumpe“, die die Rohdaten sammelt, die durch die Digitalisierung in riesigen Mengen entstehen und durch Mustererkennung veredelt.

Dadurch erhält man neuartige Erkenntnisse, die es ermöglichen, steigende Qualitätsanforderungen, kürzere Lieferzeiten, sich verkürzende Produktlebenszyklen und eine wachsende Variantenvielfalt zu beherrschen. Zahlreiche mittelständische Unternehmen in Deutschland optimieren bereits ihre Fertigung mit dieser Lösung und es sind viele weitere Kooperationen geplant, um gerade dem Mittelstand einen Bärendienst zu erweisen.

Dieser Artikel basiert auf und stammt zu großen Teilen aus der Microsoft Pressemitteilung mit dem Titel “Webbasierte Lösung spart Zeit in der Fertigung”.
Quelle Titelbild: Value Facturing