19. Juni 2018

CEBIT 2018: So sieht die Future Mobility aus

Nun geht es aufwärts auf der CEBIT: am Liebsten bis zu den Wolken. Mit dem SAP-Riesenrad oder dem Cloudtower von IBM. Denn dieses Jahr wurde ein ganz neues Konzept gefahren: eine Mischung aus Fachmesse und Festival. Doch nicht nur draußen auf dem Außengelände geht es hoch her. Wir haben uns einige Produkte für Sie genauer angeschaut.

Die Themen Digitalisierung und Future Mobility stehen ganz oben auf der diesjährigen Messe neben künstlicher Intelligenz, Augmented Reality, IoT, Virtual Reality, Blockchain, Drohnen, unbemanntes Fahren, Sicherheit und Roboter. Auch in den Messehallen haben wir uns einiges näher unter die Lupe nehmen können: so stellt Intel seinen Volocopter vor, der als Taxi-Drohne in naher Zukunft fungieren soll. Das diesjährige Spektrum reicht von der Idee eines Flugtaxis über neue Entwicklungen beim autonomen Fahren und der Elektromobilität bis hin zu neuen Anwendungen für Fahrräder und Boote.

Eine höhere Reichweite muss her

Wir wollen das Problem der Langstrecke lösen, da Elektroautos bislang vor allem Stadtfahrzeuge sind “, so Michael Hajesch, CEO von Ionity

Dies soll in Zukunft geändert werden. Das Gemeinschaftsunternehmen des Volkswagen-Konzerns mit Ford, Daimler und BMW will ein europaweites Netz von Ladestationen für Elektrofahrzeuge aufbauen. 2020 soll es bereits 400 Hochleistungs-Ladesäulen geben. Dabei geht es dem Unternehmen vor allem um die strombetriebenen Autos, die ab Ende 2018 mit deutlich höherer Reichweite auf den Markt kommen sollen.

Wenn dann auch Urlaubsfahrten und andere längere Trips mit dem Stromer das Ziel sind, soll dank der Säulen Ionity die passende Infrastruktur bereitstehen: 400 Stationen in 25 Ländern, bei komplett unterschiedlichen Rahmenbedingungen. Dies ist aktuell noch das Problem an dem es hadert. Zusätzlich sollen an jedem Ladepunkt 350 Kilowatt zur Verfügung stehen, damit der Ladevorgang zügig von Statten geht. An den meisten aktuellen Stationen sind es allerdings nur bis zu 50 Kilowatt. Hier besteht definitiv noch Verbesserungsbedarf.

Ionity möchte mit der ganzen Power von vier Autokonzernen 400 Ladestationen für Elektroautos bauen (Quelle: youtube/ Life Car TV).

Bereits fertig und auf der CEBIT zu besichtigen gab es den Prototyp der Ladesäulen. Schneeweiß und schmal ist das Designobjekt, obenauf thront ein Lichtkranz, den die Marketing-Profis von Ionity “Halo” getauft haben (dt: Heiligenschein). Damit dieser hohe Anspruch auch ökologisch stimmt, kommt aus den deutschen Ladestationen ausschließlich Ökostrom.

 

Dieser Beitrag basiert auf einem Artikel von NDR.de

Quelle Titelbild: CEBIT