1. Oktober 2018

Studie: Wie fortschrittlich ist Deutschland wirklich?

Die Digitalisierung – das große Wort, was einen massiven Fortschritt und somit auch Veränderung für die Wirtschaft und Gesellschaft bedeutet. Die Digitalisierung ist ein allgegenwärtiges Phänomen, doch bei einem solch wichtigen Thema stellt sich schnell die Frage, wie der digitale Fortschritt den Alltag der Deutschen beeinflusst und wie sie den Veränderungen gegenüberstehen. Genau das wurde nun in einer repräsentativen Umfrage von civey ermittelt.

Die von Cisco in Auftrag gegebene Umfrage zeigt klar auf, wie digital Deutschland wirklich ist. In der Studie, an der knapp 5.000 Deutsche teilgenommen haben, wurde vor allem Wert auf die subjektive Wahrnehmung der Digitalisierung in Deutschlang gelegt. Vor allem Hoffnungen, Wünsche und auch Sorgen wurden beleuchtet und so die Stärken, aber auch die Schwächen der deutschen Digitalisierung herausgearbeitet.

Merklicher Wandel

Bei der Digitalisierung spalten sich die Meinungen der Bürger. Die Studie ergab, dass knapp ein Viertel (23,5 Prozent) der Befragten mit Neugier auf die Digitalisierung reagieren, jedoch ähnlich viele (22,8 Prozent) dem Thema mittlerweile genervt und überdrüssig gegenüberstehen. Auch fühlen sich knapp 10 Prozent dem Thema unsicher gegenüber und machen sich Sorgen über die Auswirkungen der Digitalisierung. Hier wird deutlich, wie wichtig es ist, nicht nur die Digitalisierung selbst weiter voran zu treiben, sondern auch, die Menschen mitzunehmen.

Die Genervtheit der Deutschen hängt oftmals mit dem Wunsch nach schnellerem Fortschritt zusammen. Im internationalen Vergleichen sehen sich knapp ein Viertel nur im stabilen Mittelfeld, 39 Prozent nur um unteren Drittel und ganze 25 Prozent in der Schlussgruppe ein. Zwar schneidet Deutschland im tatsächlichen internationalen Vergleich besser ab, jedoch ist die Meinung der Bürger für Oliver Tuszik, bislang Deutschland-Geschäftsführer und künftig weltweiter Channel-Chef bei Cisco, ein Indiz mehr für das Image der Digitalisierung zu tun. „Hier ist einerseits die Politik gefragt, aber auch wir werden mit unserem Programm Deutschland Digital weiter gezielt investieren,“ so erklärte Tuszik.

Großer Handlungsdruck in der Bildung

Die Digitalisierung beeinflusst viele Lebensbereiche der Deutschen.

Trotz des merklichen Fortschrittes in vielen Lebensbereichen, besteht für die Deutschen vor allem im der Bereich der Bildung ein großer Nachholbedarf bei der Digitalisierung: 44 Prozent der Befragten nennen Schulen und Universitäten als die Bereiche mit dem größten Handlungsbedarf. Auch in der Verwaltung (22 Prozent) und Gesundheitswesen und der Arbeitswelt ist noch Luft nach oben offen.

Die Technologie verändert das Leben

Trotz einiger Sorgen überwiegt die positive Reaktion zu den Auswirkungen der Digitalisierung. 46 Prozent der Deutschen finden, dass die Digitalisierung ihr Leben besser macht, wohingegen sich nur 21 Prozent negativ ausdrückten. Auch ist die Meinung, dass die Digitalisierung das Leben einfacher macht weit verbreitet (61 Prozent). Auch knapp die Hälfte der Generation über 65 Jahre ist dieser Meinung.

Trotzdem ist der positiven Meinung das Gefühl der Unsicherheit allgegenwärtig. Zwar glaubt knapp ein Viertel der Befragten, dass die Digitalisierung das Leben sicherer macht, doch sind über die Hälfte der Meinung, dass das Alltagsleben unsicherer wird.

 Was die Studie doch zeigt, ist dass das Verhältnis gegenüber Digitalisierung keine Frage des Alters, sondern der Heranführung an Technologie ist. Auch unter jungen Deutschen zeigt sich eine Spaltung, die genauso geschlossen werden muss, wie die in Betrieben, wenn es darum geht, alle älteren, erfahrenen Mitarbeiter auf dem Weg durch die digitale Transformation mitzunehmen.

 

Dieser Beitrag basiert auf einer Pressemitteilung von Cisco.
Titelbild: iStock/ PeopleImages