28. Oktober 2018

Warum IBM für 34 Milliarden Dollar Red Hat kauft

IBM hat vor kurzem die Übernahme von Red Hat, ein Anbieter von Open-Source-Cloud-Software, bekannt gegeben. Rund 34 Milliarden US Dollar will der IT-Riese vergeben um vor allem sein Geschäft in der Cloud zu stärken. Red Hat wird aber als eigenständige Abteilung innerhalb von IBMs Hybrid-Cloud-Team agieren. Außerdem bekennt sich IBM zu Red Hat als Open-Source-Entwickler und als Teil der Open-Source-Community. Initiativen wie Patent Promise, GPL Cooperation Commitment, Open Invention Network und LOT Network werden weiterhin gefördert.

Laut Arvind Krishna,  Senior Vice President, IBM Hybrid Cloud, hat sich IBM zum Ziel gesetzt, ein echter Multicloud-Anbieter zu sein. Der Einsatz der Red Hat-Technologie soll dabei über mehrere Clouds hinweg priorisiert werden. So will IBM die Open-Source-Technologie überall dort unterstützen, wo sie eingesetzt wird, so dass sie sich in kommerziellen Umgebungen weltweit ausbreiten kann. Die Übernahme vereint die branchenbesten Cloud-Anbieter und ermöglicht Unternehmen, ihre Geschäftsanwendungen sicher in die Cloud zu migrieren.

Heutzutage nutzen zahlreiche Unternehmen bereits mehrere Clouds. Dennoch zeigen Studien, dass 80 Prozent der Business-Workloads erst noch in die Cloud migriert werden müssen, da sie durch die proprietäre Natur des derzeitigen Cloud-Marktes behindert werden. Dies verhindert die Portabilität der Daten und Anwendungen über mehrere Clouds hinweg und erschwert Datenschutz in Multicloud-Umgebungen und ein durchgängiges Cloud-Management.

IBM und Red Hat nehmen sich dieses Problems an, indem sie die Einführung von hybriden Multiclouds erleichtern. Gemeinsam helfen sie Kunden dabei, Cloud-native Geschäftsanwendungen schneller zu erstellen, eine höhere Anwendungsportabilität zu ermöglichen und die Sicherheit von Daten und Anwendungen über mehrere öffentliche und private Clouds hinweg zu erhöhen, alles mit einem konsistenten Cloud-Management. Dabei werden sie auf ihre gemeinsame Führungsrolle bei Schlüsseltechnologien zurückgreifen. Dazu gehören zum Beispiel Linux, Container, Kubernetes, Multicloud-Management sowie Cloud-Management und -Automatisierung.

 


Ginni Rometty, CEO von IBM (Bildquelle: IBM)

Ginni Rometty, CEO von IBM (Bildquelle: IBM)

Die Übernahme von Red Hat ist ein Wendepunkt. Sie ändert alles am Cloud-Markt”, sagte Ginni Rometty, IBM Chairman, Präsident und CEO. „IBM wird weltweit die Nummer eins unter den hybriden Cloud-Anbietern werden, da wir Unternehmen die einzige Open-Cloud-Lösung bietet, damit sie das volle Potenzial ihrer Cloud-Anwendung ausschöpfen können. Die meisten Unternehmen haben heute erst 20 Prozent ihrer Reise in die Cloud hinter sich gebracht und mieten Rechenleistung, um Kosten zu sparen”, so Rometty weiter. „Bei den nächsten 80 Prozent geht es darum, den realen Geschäftswert zu steigern und das Wachstum voranzutreiben. Das ist das nächste Kapitel der Cloud. Es erfordert die Verlagerung von Geschäftsanwendungen in eine hybride Cloud, sowie die Auswertung von mehr Daten und die Optimierung aller Geschäftsprozesse, von der Supply Chain bis zum Vertrieb.”

„Open Source ist die erste Wahl für moderne IT-Lösungen. Ich bin sehr stolz auf die Rolle, die Red Hat dabei gespielt hat, dies für Unternehmen Wirklichkeit werden zu lassen,“ so , Präsident und CEO, Red Hat. „Sich mit IBM zusammenzuschließen bedeutet für uns höhere Skalierungsmöglichkeiten, Ressourcen und Fähigkeiten, die Auswirkungen von Open Source als Grundlage für die digitale Transformation zu stärken und Red Hat einem noch breiteren Publikum zugänglich zu machen. Und das alles, während wir unsere einzigartige Kultur und unser Engagement für Open-Source-Innovationen weiter beibehalten.“


Die volle Länge der Pressemitteilung lesen Sie hier.

 

Dieser Beitrag basiert auf einer Pressemitteilung von IBM.

Quelle Titelbild: iStockk/ alvarez