17 November 2020

Die International Data Corporation (IDC) haben ihre Prognosen für die IT-Industrie für das kommende Jahr abgegeben. Dabei ist Covid-19 omnipräsent.

 

IDC hat mit der FutureScape-Studie wichtige Aussagen und Prognosen für die IT-Industrie im kommenden Jahr 2021 abgegeben. Die Aussagen beziehen sich aber auch auf das globale Wirtschaftssystem der nächsten Jahre. Die Pandemie beeinflusst in diesem Zusammenhang auch externe Faktoren.

Stand heute ist, dass 2020 65 Prozent des globalen BIPs auf digitalem Wege umgesetzt worden ist. Aus diesem Grund werden von 2020 bis 2023 Kosten in Höhe von 6,8 Billionen Dollar erwartet.

Nach IDC werden folgende drei Bereiche für Führungskräfte zukünftig zu zentralen Themen:

  1. Alle anfänglichen Mängel müssen behoben werden, vor allem die, die durch übereilte Reaktionen aufgrund von der Pandemie entstanden sind.

  2. Die positiven Fortschritte müssen weiterverfolgt werden.

  3. Neue Technologien müssen integriert werden, um so eine neue Normalität zu generieren.

Rick Villars, IDC Group Vice President Worldwide Research äußert sich dazu wie folgt:

„Die Corona-Pandemie hat deutlich gezeigt, dass die Fähigkeit, sich schnell anzupassen und auf ungeplante und unvorhergesehene Störungen des Geschäftsbetriebs zu reagieren, ein klarer Erfolgsfaktor in unserer zunehmend digitalisierten Wirtschaft sein wird.“

 

Die Top 10 nach IDC-Prognosen. (Quelle: IDC 2020)

 

Die wichtigsten zehn Punkte der FutureScape-Studie:

1.  Cloud

Der Wandel hin zu Cloud-Computing schreitet immer weiter voran. Nach IDC werden bis Ende nächsten Jahres 80 Prozent der Unternehmen eine derartige Technologie einführen, um Cloud-zertifizierte Infrastrukturen aufzubauen.

2. Edge

Neben der Cloud wird auch Edge-Computing ein zentrales Thema. Bis 2023 müssen IT-Edge-orientiere Unternehmen ihr Geschäftsmodell auf das veränderte Arbeitsverhalten angleichen. Dazu zählt vor allem die Einführung neuer Lösungen für die Cloud sowie für Netzwerke, wodurch die Flexibilität gesteigert wird und schneller auf Anforderungen reagiert werden kann.

3. Digitale Arbeitsplätze

Bis 2023 muss jeder Mitarbeiter mit allen benötigten Hard- und Softwaren ausgestattet werden, sodass eine Interaktion in Echtzeit permanent und ortsunabhängig möglich ist.

4. IT-Erbe

Die Pandemie ist für viele übereilte Entscheidungen verantwortlich. Dabei sind zahlreiche Mängel und Fehler passiert. Diese gilt es in den nächsten Jahren zu beheben. Nach IDC können diese Aspekte das Unternehmen durch die richtige Herangehensweise auf den aktuellen Stand der Digitalisierung bringen.

5. Widerstandsfähigkeit

2022 ist digitale Widerstandsfähigkeit von hoher Relevanz. 50 Prozent der Unternehmen werden in diesem Jahr schneller reagieren als welche, die auf aktuellen Technologien bestehen bleiben. Laut IDC wird die Fähigkeit sich schnell auf drastische Veränderungen anpassen zu können ein entscheidender Wettbewerbsvorteil.

6. IT-Dienste

Cloud-Dienste und entsprechende Infrastrukturen spielen in den nächsten Jahren ein zentrale Rolle. (Quelle: iStock / Arkadiusz Warguła)

Cloud Technologien, die eine Steuerung von IT-Ressourcen und Real-Time-Datenauswertungen ermöglichen, etablieren sich bis 2023 zur Grundlage. Dazu muss eine dementsprechende Infrastruktur aufgebaut werden.

7. KI

25 Prozent der G2000-Unternehmen haben das Ziel, ihre Produkte und Dienste intelligenter zu gestalten. Auf lange Sicht benötigt es dazu den Einsatz von KI. Einige Unternehmen werden diese Dienste anbieten, da es sich dieser Geschäftsbereich als profitabel erweist.

8. Geschäftsbeziehungen

Um die Digitalisierungsstrategien vollumfänglich über die Wertschöpfungskette umzusetzen, evaluieren die Unternehmen ihre Lieferanten und Partner neu. Demnach werden nur Beziehungen aufrechterhalten, die sich in das IT-Ökosystem des Unternehmens eingliedern lassen.

9. Nachhaltigkeit

Laut IDC agieren bis 2025 90 Prozent der Unternehmen mit recyclebaren Ressourcen und haben neben CO2- auch Energieverbrauchsziele. Die Lieferanten müssen diese Aspekte ebenfalls aufweisen, um Geschäftsbeziehungen eingehen zu können.

10. Mensch

Ein weiterer stets wichtiger Faktor wird durch den Menschen gebildet. Dies gründet sich vor allem darauf, dass viele Unternehmen scheitern werden oder Fehler in der Umsetzung ihrer Digitalisierungspläne machen. Dazu zählen auch Investitionen. Um dem entgegenzuwirken, werden bis 2023 viele Unternehmen auf Modelle wie Crowdsourcing, flexible Fachkräftequellen oder auch auf internes Personal zurückgreifen, um den Fortschritt weiterhin voranzutreiben.

 

Den ausführlichen Bericht finden Sie hier.

 

Quelle Titelbild: iStock / sesame