30 März 2021

Wenn IT-Manager Workloads in die Cloud verschieben, dann ist oft von technologischen und betrieblichen Vorteilen einer Cloud-Infrastruktur die Rede: Flexibilität, überregionale Bereitstellung und Innovationsgeschwindigkeit. Ein weiterer Vorteil fällt oft unter den Tisch: die Möglichkeit, Cloud-Kosten detailliert im Hinblick auf Geschäftsbereiche, Produkte oder Segmente zurückzuverfolgen.

Unternehmen, welche eine Migration in die Cloud in Erwägung ziehen, sollten eine gute Strategie zur Segmentierung von Cloud-Ausgaben ausarbeiten. Quelle: Adobe Stock / ra2 studio

Ein Vorteil von flexiblen Cloud-Umgebungen besteht darin, dass sie problemlos auf Lastspitzen und -täler reagieren können. Allerdings machen es genau diese Spitzen und Täler schwierig bis unmöglich, die entsprechenden Kosten klar verschiedenen Gruppen zuzuweisen. IT-Manager brauchen aber genaue Einblicke in die Verteilung der Cloud-Kosten für fundiertere Geschäftsentscheidungen.

Wenn ein Unternehmen ein Rightsizing-Projekt durchführt, in dem 500 Recheninstanzen im Unternehmen wegfallen, dann müssen sich die Mitarbeiter durch alle 500 Ressourcen-IDs kämpfen, um Besitzer und Zuständige der einzelnen Recheninstanzen zu identifizieren. Ein anderes Unternehmen segmentiert die Cloud-Ausgaben und weist jedem Segment finanzielle und technische Verantwortliche zu. Es erhält sofort Listen mit den zu überprüfenden Ressourcen-IDs. Welches Unternehmen ist wohl schneller?

Deshalb sollte jedes Unternehmen, das eine Migration in die Cloud in Erwägung zieht, eine gute Strategie zur Segmentierung von Cloud-Ausgaben ausarbeiten. Sie verschafft den Managern die Möglichkeit, Kosten bezüglich des on-Premise betriebenen IT-Equipments direkt Abteilungen, Produkten oder Services zuzuordnen. Andernfalls kommen unpräzise Verfahren zum Einsatz, die zentrale IT-Ausgaben pauschal auf Produkte oder Dienste umlegen. Eine Segmentierung der Cloud-Kosten ermöglicht eine zuverlässige Messung und Verwaltung. Die Rentabilität von Produkten und Diensten lässt sich so besser beurteilen. Das wirkt sich positiv aus auf Governance, Budgetierung und Prognosen.

 

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Schritt für Schritt zur Segmentierung von Cloud-Kosten

Eine Segmentierung der Cloud-Kosten ist kein Hexenwerk. Sie lässt sich mit wenigen einfachen Schritten bewerkstelligen und verschaffen dem Unternehmen neue Einsichten über die Nutzung der Cloud.

 

    • Einsatz der richtigen Tools
      Die Segmentierung von Cloud-Daten sollte mit Sorgfalt durchgeführt werden, da eine präzise Segmentierung für die nachfolgenden Teams von großer Bedeutung ist. Bei manchen Cloud-Providern sind die Konten gut strukturiert, was die Segmentierung der Kosten deutlich erleichtert. In anderen Fällen ist die Tagging-Erfassung so umfassend und präzise, dass sich ein ähnlicher Ausgangszustand erreichen lässt. Tools von Drittanbietern können sogar Auskunft darüber geben, wohin Ihr Budget in den jeweiligen Regionen und auf welche Konten es fließt. Diese Tools nutzen Unternehmen, um interne Kostenanalysen durchzuführen.

 

    • Relationale Datenbank aufbauen und anreichern
      Nach der Auswahl eines hilfreichen Tools ist ein wenig Vorarbeit nötig, um die Cloud-Abrechnungsdaten in ein praktischeres Format zu bringen. Ein erster Schritt kann darin bestehen, die Daten zu den Cloud-Kosten in eine relationale Datenbank einzuspeisen. Diese Daten können auch aus einem entsprechenden Management-Tool für Cloud-Kosten stammen. In der Datenbank werden die Daten dann weiter angereichert.
      Dazu ein Beispiel: Ihr Unternehmen führt keine Segmentierung der Cloud-Kostendaten durch, sondern rechnet sie einfach zum Budget der IT-Abteilung hinzu. Nun wollen Sie damit beginnen, Ihre Ausgaben zu segmentieren, damit Sie Ausgaben zu Abteilungen rückverrechnen und Initiativen zur Kostenoptimierung anstoßen können. Die Kontostruktur Ihres Cloud-Anbieters stellt jedoch keine geeignete Ausgangsposition für die gewünschte Segmentierung dar. Lösung: Sie entwickeln einen Regelsatz, der die Kontendaten mit Tags verknüpft, etwa „Wenn die Kontonummer x und der CreatedBy-Tag-Wert y ist, dann ist die passende Abteilung z“. Relationale Datenbanken sind praktisch, um Cloud-Kostendaten anzureichern und die Ausgaben nach Abteilungen zu segmentieren. Die entsprechenden Teams können loslegen und gleichzeitig die Konten- und Tagging-Struktur weiter verfeinern.

 

    • Der Faktor Mensch
      Wie die meisten Geschäftsaktivitäten wird auch die Verwaltung von Cloud-Ausgaben in erster Linie von Menschen gesteuert. Deshalb stellt die Zusammenstellung der richtigen Tools und die Generierung der notwendigen Daten stets nur einen ersten Schritt dar. Doch weder Daten noch Tools können menschliche Beziehungen ersetzen. Der nächste Schritt ist also, ein gutes Verhältnis zu den Verantwortlichen für Technik und Finanzen aufzubauen. Damit sorgen Sie dafür, dass Initiativen wie die Umstrukturierung von Ressourcen auf positive Resonanz stoßen und zügig umgesetzt werden

 

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Quelle Titelbild: Adobe Stock / TAW4