12 Oktober 2021

Energieversorger stehen angesichts der Energiewende vor großen Herausforderungen. Es gilt, immer striktere regulatorische Vorgaben seitens des Gesetzgebers zu erfüllen und gleichzeitig ein wesentlicher Treiber des Wandels zu sein. Wer es dabei schafft, seine Prozesse zu optimieren, ist klar im Vorteil.

 

Energieversorger befinden sich in einem spannenden Wandel vom VERsorger zum UMsorger. Es geht darum, der Treiber der digitalen Wende hin zu intelligenter Verbrauchssteuerung, Smart-City-Lösungen und integrierten Mobilitätskonzepten zu sein und gleichzeitig ein verlässlicher Partner für Kunden im originären Kerngeschäft – der Energieversorgung zu bleiben. Für den großen Schritt nach vorne, benötigen die Stadtwerke und Versorger das Kerngeschäft als festes Standbein. Doch stetig zunehmende regulatorische Anforderungen sorgen für höheren Arbeitsaufwand und fehlende Differenzierungsoptionen, hoher Preisdruck und sensiblere Kunden im klassischen Energiegeschäft setzen die Ergebnisse unter Druck. Vergleichsbörsen wie Check24 erziehen Verbraucher zu Schnäppchenjägern und schwächen gewachsene Loyalitäten. Durch die große Marktdynamik sind seit vielen Jahren in jedem Unternehmen Digitalisierung und Effizienzsteigerung zwei der ganz großen Themen. Dabei geht es letztendlich darum, den Kunden wie bisher Angebote zu machen, die auf ihre persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten sind – ein großer Pluspunkt von Stadtwerken und Energieversorgern für eine langfriste und nachhaltige Kundenbindung.

Die Antwort auf die Herausforderungen muss also sein, die Kundenzufriedenheit weiterhin durch eine gute Kundenbeziehung hochzuhalten und gleichzeitig effizienter zu werden.

Kundenerlebnis verbessern mit Prozessoptimierung

Dafür kommt es darauf an, in den Standardaufgaben agiler, schneller und flexibler zu werden, um mehr Zeit für die direkte Kundenpflege zu gewinnen. Doch über Jahre gewachsene System- und Prozesslandschaften sorgen für viele monotone Tätigkeiten, hohen manuellen Aufwand und viele Systembrüche. Das macht weiterführende Systemintegrationen dadurch immer schwieriger und aufwendiger.   

Und genau hier setzt Robotic Process Automation (RPA) an. Stadtwerke und Energieversorger sehen hierin großes Potenzial, da die Methodik zur Prozessautomatisierung eine non-invasive und schnelle Integration aller Systeme ermöglicht und somit für Entlastung bei der Bedienung und Verarbeitung digitaler Daten bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sorgt. Einfach erklärt – „Der digitale Helfer verhält sich praktisch wie ein Mensch, der die Bearbeitung des Geschäftsprozesses über das Frontend der Applikation manuell durchführt“. Mehr als zwei Drittel der Energieversorger sehen RPA als sehr erfolgsversprechend an, wenn es um die Erhöhung des Digitalisierungsgrads und der damit einhergehenden Steigerung der Effizienz geht.

Prozessautomatisierung dank RPA

Robotic Process Automation bietet mit Blick auf Prozessautomatisierung großes Potenzial für Stadtwerke und Energieversorger. Quelle: Adobe Stock / Alexander Limbach.

 

Die Experten von Capgemini haben herausgefunden, dass Unternehmen in der Standardisierung und Automatisierung den größten Nutzen zur Bewältigung der weiter zunehmenden Komplexität sehen. Dabei gehört RPA zu einer der Top 5 Technologietrends und steht an der Schwelle zur Standardtechnologie im Geschäftsumfeld. Anwendung findet diese fortschrittliche Methode zur Automatisierung dabei unter anderem bei standardisierten Prozessen im Bereich Kundenservice, im Netzbereich, im Finanzwesen und im Personalmanagement. Dabei lassen sich sehr komplexe und aufwendige Prozesse in kurzer Zeit durch intelligente Automatisierungslösungen umsetzen. Das sorgt für deutlich niedrigere Durchlaufzeiten, geringere Fehlerquoten und darüber hinaus auch zu einer höheren Mitarbeiterzufriedenheit. Die Entlastung bei den zeitraubenden Standardthemen lässt mehr Raum für die schwierigeren Standardthemen – es ist keine einfache Aufgabe, eine verzwickte Kundenbeschwerde angemessen zu bearbeiten und gleichzeitig in der Hochphase der Jahresablesung und -abrechnung zu stecken.

Vorteile und Einsatzmöglichkeiten von Software-Robotern

Der RPA-Spezialist Natuvion Digital aus Walldorf, ein wichtiger Partner für Blue Prism im Stadtwerke- und Versorgerumfeld und viel Expertise in energiewirtschaftlichen Zusammenhängen, spricht in einem „Utilities Use Case Booklet – RPA-Lösungsszenarien“ vom sinnvollen Einsatz digitaler Helfer. Mit Beratung, Dienstleistungen sowie leistungsstarken Automatisierungs- und Simulationslösungen unterstützt Natuvion Digital bei der Effizienzsteigerung von Arbeitsabläufen. Das Ergebnis: Eine deutlich höhere Produktivität, weniger Fehler und Engpässe sowie geringere Prozesskosten.

Wenn Sie Interesse an dem Utility Use Case Booklet mit RPA-Lösungsszenarien haben,
können Sie es hier kostenlos herunterladen.


Das RPA-Angebot von Natuvion Digital bietet eine vollständige Palette an Dienstleistungen, Werkzeugen und Kenntnissen sowie Services, um Energieversorger auf einer erfolgreichen Reise in die Welt der intelligenten Automatisierung zu unterstützen. Natuvion RPA mit Blue Prism ist der einfachste und schnellste Weg nachhaltige Automatisierungslösungen zu etablieren – Design, Modellierung, Betrieb und Instandhaltung digitaler Helfer nach individuellem Maßstab.

Natuvion PIPER als Game-Changer

Als Partner von Blue Prism gehört Natuvion Digital zu einem der wenigen Anbieter einer zentralen RPA-Plattform as a Service – die Platform for intelligent process execution robots (PIPER). Natuvion PIPER steht rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr als offene und betriebsbereite Plattform zur Verfügung. Hohe Sicherheit und Verfügbarkeit, einfache Nutzung, schnelle Implementierung und vollständige Fürsorge. Natuvion PIPER bietet das ideale Fundament zur Skalierung von ein paar wenigen digitalen Helfern bis zu großen Farmen, ohne Notwendigkeit für zusätzliche, eigene Infrastruktur oder technische Veränderungen. Monitoring-Mechanismen erhöhen zusätzlich die Betriebszeit von digitalen Helfern. Automatisierungssoftware muss nicht aktualisiert werden, denn die neueste empfohlene Version ist immer verfügbar.

Entlang der Customer Journey gibt das Booklet einen Einblick, in welchen Bereichen, welche Aufgabenstellungen bei Energieversorgern bereits mit intelligenter Automatisierung erleichtert werden konnten. Ob im Bereich der Neukundenanmeldung, der Ablesung oder im Forderungsmanagement. Digitale Helfer sorgen bereits heute in vielen Bereichen für spürbare Entlastung bei hoher Akzeptanz.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zum Download dieses Use Case Booklets
finden Sie hier.


Zeitersparnis ist das ganz große Plus

Was die Verarbeitung von Abschlagszahlungen der Kunden angeht, sieht Natuvion Digital 70 Prozent Zeitersparnis, weil manuelle Prüfungen wegfallen und Klärfälle oder nicht zuzuordnende Einzahlungen automatisch bearbeitet und verbucht werden. Bei der Erfassung der gemeldeten Zählerstände und den Plausibilitätsprüfungen erreichen die Lösungen von Natuvion Digital und Blue Prism eine 90-prozentige Automatisierung mit entsprechend hoher Zeitersparnis. Bei Umzügen ist der Automatisierungsgrad mit 70 Prozent zwar niedriger, die Zeitersparnis mit über 93 Prozent aber deutlich höher. Blue Prism hat Harz Energie in dem Bereich geholfen, die Bearbeitungszeit pro Kunde nach Umzug von 12 auf 1,5 Minuten zu reduzieren, was einer jährlichen Zeitersparnis von 2.200 Stunden gleichkommt.

Zum Jahresanfang 2021 hat Blue Prism sechs Prioritäten für Versorgungsunternehmen ausgemacht. Dazu gehören neben den genannten Themen neue Anforderungen in puncto Compliance und Risikomanagement sowie Innovationen für Klimaschutz und ökologische Nachhaltigkeit. Auch hier kann RPA jeweils punkten. Mit intelligenter Automatisierung können Versorgungsunternehmen zum Beispiel per IoT-Anbindung riesige Datensätze von Sensoren und Geräten im gesamten Energie- oder Stromnetz sammeln und auswerten, um so zu verlässlichen Prognosen zu kommen und mit Predictive Maintenance oder vorausschauender Wartung Betriebskosten einzusparen.

Kosten sparen mit RPA

Durch den Einsatz von RPA können Versorgungsunternehmen Betriebskosten einsparen. Quelle: Adobe Stock / yelantsevv.

Auch Compliances und Nachhaltigkeit profitieren davon

Für Neubauten bald vorgeschriebene Smart Meters und Smart Grids eröffnen noch mehr Möglichkeiten, Energie intelligent zu nutzen und verfügbar zu machen – über mit günstigem Nachtstrom aufgeladene E-Autos als fahrende Batterien etwa. Das wäre auch ein Beitrag, das Speicherproblem bei zu viel regenerativ erzeugtem Strom zu lösen. Und da Öko-Strom meist dezentral erzeugt wird, sind hier auch viele kleinere Versorgungsunternehmen gefragt, um solche Szenarien zu ermöglichen.

Blue Prism unterstützt kleinere und mittelgroße Energieversorger wie vielleicht Ihr Unternehmen mit Lösungen wie die von Natuvion Digital als Managed Services und stellt auch einen eigenen Online-Marktplatz mit Anbindung an Microsoft Dynamics Exchange (DX) und neuen SAP TCodes zur Verfügung.

Die so geschaffene höhere Kundenzufriedenheit oder Customer Experience (CX) lässt sich wie oben bereits gesagt auch auf die eigenen Mitarbeitenden und Vertriebspartner übertragen, um so die Effizienz im ganzen Unternehmen zu steigern, wie die US-Regierungsberater von act-iac beziehungsweise dem Industry Advisory Council als Co-Veranstalter in einer Pressemitteilung einem CX Summit Mitte September 2021 vorausgeschickt haben. Gerade viele kleinere Marktteilnehmer oder Marken stellen heute CX an die erste Stelle und können damit gegenüber den Großen punkten. Und das ist ein weiteres wichtiges Argument für die intelligente Automatisierung mit Lösungen wie denen von Natuvion Digital und den Managed Services von Blue Prism.

Wenn Sie Interesse an dem Utility Use Case Booklet mit RPA-Lösungsszenarien haben,
können Sie es hier kostenlos herunterladen.

 

 

Quelle Titelbild: Adobe Stock / engel.ac