20 April 2022

Dr. Nils Hellrung, Vorstand Strategie & Operations der vitagroup mit einem Appell an die Entscheidungsträger klinischer Einrichtungen.

Mit dem Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) sollen unsere Krankenhäuser in den nächsten Jahren digitaler werden – Abläufe und Prozesse werden optimiert, Daten für alle Anwendungszwecke interoperabel verfügbar und eine patientenzentriertere Versorgung gewährleistet. Das alles klingt gut. Das macht auf den ersten Blick Sinn.

Und ja, das KHZG ist an sich gut gedacht. Aber man sollte sich fragen: Warum müssen diese – unbestritten sinnvollen – Digitalisierungsmaßnahmen, die die Gesundheitsversorgung nachweislich verbessern, den Krankenhäusern mittels eines Gesetzes aufgezwungen werden? Der Grund ist einfach: Wir hinken in Deutschland anderen Ländern noch immer meilenweit hinterher – sowohl bei der Digitalisierung selbst wie auch bei der notwendigen Infrastruktur innerhalb der klinischen Einrichtungen. Somit stellt das KHZG in großen Teilen nur das Aufholen der Vergangenheit dar. Um die Themen der Zukunft in der Versorgung bedienen zu können, ist die einmalige Förderung im Rahmen des KHZG zudem nicht ausreichend. Es bedarf einer langfristigen Investition in Infrastruktur und Digitalisierung.

 

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Was die Einführung des KHZG nun in den vergangenen eineinhalb Jahren ausgelöst hat, ist in weiten Teilen ein Aktionismus – sowohl bei den Entscheidungsträgern der Krankenhäuser, als auch auf Industrieseite. Jetzt soll nachgeholt werden, was so viele Jahrzehnte lang verpasst wurde. Auf Biegen und Brechen wird nun vielerorts versucht, Digitale Patientenportale, Digitale Pflege- und Behandlungsdokumentationen und Digitales Medikationsmanagement mittels Schnittstellen und noch mehr Schnittstellen in die bestehende Krankenhaus-IT-Infrastruktur hineinzuzwängen – in eine Infrastruktur, die schlicht und ergreifend nicht dafür gemacht ist und nie dafür gemacht sein wird.

 

Nur harmonisierte Daten ermöglichen durchgängige Prozesse. Quelle: AdobeStock / ipopba.

Selbst wenn es an der ein oder anderen Stelle gelingt, einzelne KHZG-Vorhaben an das vorhandene Krankenhausinformationssystem (KIS) mittels individueller Schnittstellen anzukoppeln. Langfristig wird das nie funktionieren. Denn: Die Daten sind gefangen – im KIS und in anderen proprietären Systemen.

Nun denken wir einen Schritt weiter. Denken wir an klinische Entscheidungsunterstützungssysteme (Clinical Decision Support) oder gar den Einsatz künstlicher Intelligenz. Wie sollen solche Lösungen jemals nutzwertig zum Einsatz kommen, wenn ich keine Kontrolle über meine Daten habe?

 

Hinzu kommt der finanzielle Aspekt. Jede individuelle Schnittstelle – und davon wird es viele brauchen, wenn man versucht, die KHZG-Projekte mit den vorhandenen Strukturen umzusetzen – kostet Geld, sehr viel Geld. Das macht zwar die Softwarehersteller glücklich, die daran verdienen, die Schnittstellen bereitzustellen, aber sicher nicht die Verantwortlichen innerhalb der Kliniken. Die Versorgung zieht daraus erst recht keinen Mehrwert. Mittel- und langfristig ist das ökonomisch mehr als unsinnig. Darüber hinaus werden diese Schnittstellen nie echte Interoperabilität schaffen. Sie sind fehleranfällig, Datenverluste keine Seltenheit.

Jetzt ist es höchste Zeit innezuhalten und sich zu fragen: Was braucht es wirklich, um meine klinische Einrichtung beim Thema Digitalisierung zielgerichtet, zukunftsfähig und vor allem langfristig erfolgreich aufzustellen? Jetzt ist es Zeit, den ersten Schritt vor dem zweiten zu gehen. Bevor der Bauherr Richtfest feiert, sollte erst einmal ein solides Fundament gegossen werden. Und das heißt: Es braucht echte Interoperabilität, es braucht die volle Kontrolle über die Daten und es braucht eine langfristig ökonomisch sinnvolle Digitalisierungsstrategie.

 

Zukunftssicherheit dank HIP CDR – Jetzt Quick Guide herunterladen!

 

Lösungen, wie unser vitagroup HIP Clinical Data Repository (HIP CDR), sind genau auf diese Anforderungen ausgerichtet. Genau dafür wurden sie entwickelt. Das HIP CDR befreit die Daten aus ihren Anwendungen. Der zentrale Datenspeicher bettet sich problemlos in die bestehende klinische Systemlandschaft ein. Durch die offene, hochstrukturierte und standardisierte Datenspeicherung können die Daten ohne Konvertierung in allen Systemen genutzt werden, unabhängig von deren Herstellern. So werden aus Daten echte Informationen. Nur so bleiben klinische Entscheidungsunterstützungssysteme, Telemedizinische Netzwerke und der Einsatz von KI keine Makulatur mehr.

Und nicht nur das: Das HIP CDR ist die Voraussetzung für eine langfristig tragfähige IT-Architektur, mit der Sie sich auch über Ihre KHZG-Vorhaben hinweg zukunftsfähig und strategisch nachhaltig aufstellen – für Ihr Krankenhaus der Zukunft. Also: Befreien Sie Ihre Daten. Jetzt!

 

 

 

Quelle Titelbild: Adobe Stock / Sepy.