1. März 2016

“Akkumonster” Oukitel K10000 im Business-Test

Aktuelle Smartphones kommen meist nur einen Tag mit einer Akkuladung durch. Doch wie wäre es mit einer Woche Akkulaufzeit, ohne eine Steckdose suchen zu müssen? Das cloudmagazin.com macht den Test und nutzt das chinesische Akkumonster Oukitel K10000 im Dauerbetrieb.

Das Smartphone – es muss jeden Tag verfügbar sein, schick aussehen und natürlich alle wichtigen Apps vorweisen können. Doch mit immer besseren Displays, powervoller Performance und Profi-Kamera leidet vor allem ein Element an jedem Smartphone, der Akku.

In China hat man das Smartphone längst als beliebtestes Element im Alltag etabliert. Filme werden in der U-Bahn angesehen, während der Arbeit wird im Videochat telefoniert, die neuesten Apps werden sofort heruntergeladen. Hier muss natürlich auch der Akku mithalten können.

Und genau aus diesem Grund setzen chinesische Hersteller auf immer größere Akkus. Neuester Rekord das Oukitel K10000 mit dem aktuell größten Smartphone-Akku der Welt. Die cloumagazin.com-Redaktion hat sich das Smartphone über den zuverlässigen China-Online-Shop gearbest.com geholt und ausführlich getestet.

Großer Akku, minimaler Preis

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Das Smartphone lässt sich etwas umständlich halten. Dafür sind Inhalte auf dem großen Display sehr gut lesbar. (Bild: Evernine)

Was würden Sie für ein Smartphone zahlen, welches eine Woche lang mit einer einzigen Akkuladung läuft? 400 Euro, 600 Euro oder vielleicht sogar 1000 Euro? Nicht so in China, das Ouktiel K10000 gibt es für fast lachhafte 160 Euro direkt nach Deutschland.

Das Smartphone verfügt, der Name lässt es vermuten, über einen Akku mit 10.000 mAh. Im Vergleich: Das aktuelle iPhone 6s kommt auf etwa 2.000 mAh.

Doch so viel Akku benötigt natürlich Platz. Das Oukitel K10000 ist mit einem Zentimeter Dicke ein ordentliches Stück Technik, das merkt man letzten Endes auch beim Gewicht von über 250 Gramm.

Alltagstaugliche Hardware?

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Das Oukitel K10000 macht einen kraftvollen Eindruck. (Bild: Evernine)

Für 160 Euro darf man nicht viel Hardware erwarten – eigentlich. Oukitel beweist das Gegenteil und verbaut einen Standard, den es im Normalfall bei Mittelklasse-Smartphones um die 350 Euro gibt.


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Rückseite aus Aluminium und Hartgummi. (Bild: Evernine)

Hardware im Überblick:

✔ Mediatek Quad-core Prozessor mit 1 Gigahertz Taktrate pro Kern
✔ zwei Gigabyte Arbeitsspeicher
✔ 16 Gigabyte interner Speicher
✔ HD Display auf 5,5 Zoll
✔ Rückkamera mit 13 Megapixel

 


Im Alltag wirkt die Hardware gut auf einander abgestimmt, alle Prozesse werden flüssig und schnell ausgeführt. Lediglich bei anspruchsvollen Apps, wie etwa Spiele oder Fotobearbeitung, kommt das Oukitel K10000 manchmal an seine Grenzen. Dann heißt es den Zwischenspeicher leeren und alle nicht genutzten Apps beenden.

Die Kamera des K10000 überzeugt mit einem überraschend präzisen Autofokus und einer guten Belichtung. Weniger elegant ist die Auflösung, trotz 13 Megapixel. Gerade Nahaufnahmen leiden teilweise unter verwaschenen Texturen.

Das Display des Smartphones erzeugt trotz HD-Auflösung ein erstaunlich scharfes, kontrastreiches und farbenfrohes Bild auf dem 5,5 Zoll großen Bildschirm. Für Videos oder den mobilen Einsatz für die Bearbeitung von Powerpoints ist das große Display bestens geeignet.

Das Smartphone für den Außendienstler?

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Trifft das K10000 die europäischen Geschmäcker? (Bild: Evernine)

Mit dem Oukitel K10000 bekommt man ein Smartphone welches jedem alltäglichen Use-case gewappnet ist. Android läuft standardmäßig als Betriebssystem, die Hardware arbeitet zuverlässig.

Das Smartphone wirkt etwas futuristisch designt, kann aber mit einem robusten Gehäuse aus Aluminium punkten. In Kombination mit dem übergroßen Akku könnte dieses chinesische Device eine echte Bereicherung für alle Mitarbeiter sein, die viel unterwegs sind und selten Zeit haben, neben einer Steckdose zu stehen.

Das Oukitel K10000 schafft es gut und gerne auf sieben Tage bei intensiver Nutzung. Ein Beispiel: Drei Stunden Musik-Streaming verbrauchen gerade einmal drei Prozent des gesamten Akkus. Und wer hilfsbereit ist, kann per klassischem Mikro-USB Kabel seinen Akku mit anderen Smartphones teilen.

Ranking: 4 von 5 Wolken

Quelle Titelbild: Evernine