16. September 2018

Wie KI die Interaktion zwischen Mensch und Maschine verbessert

Die Künstliche Intelligenz (KI) ist längst nicht mehr nur dem Endverbraucher vorbehalten. In Unternehmen wächst die Zahl der KI-Projekte merklich. Wie Mensch und Maschine voneinander profitieren können, zeigen diese aktuellen Beispiele von Proservia.

Das Beratungsunternehmen PwC erwartet, dass durch Künstliche Intelligenz (KI) bis 2030 die Produktivität der gesamten Weltwirtschaft um ein Volumen von 15,7 Billionen Dollar, also etwa 14 Prozent, ansteigen wird. Viele Entscheider haben diesen Trend erkannt und wollen vom KI-Boom profitieren. Es gibt bereits zahlreiche Einsatzszenarien, in denen KI echte Mehrwerte gebracht hat.

Wie wirkt sich KI auf den Arbeitsplatz aus

KI hat bereits in vielen Unternehmen die Interaktion zwischen Mensch und Maschine neu definiert. Ein bekanntes Beispiel ist es, dass Schachroboter mittlerweile menschliche Großmeister schlagen können. Weniger bekannt ist es, dass Schachroboter verwundbar sind, wenn sie gegen ein Team aus Mensch und Maschine antreten müssen. Der Mensch beobachtet, welchen Zug sein Maschinenpartner vorschlägt und behält es sich vor, diesen Vorschlag anzunehmen oder abzulehnen. Dieses Konzept ist als Zentaur bekannt.

Auch im geschäftlichen Leben werden Teams aus Mensch und Maschine unschlagbar sein, wenn sich jeder von beiden darauf konzentriert, was er am besten kann. Dafür sind ausgefeilte Prozesse nötig. Menschen sind weiterhin erforderlich, um die Maschinen zu trainieren und die KI-Anwendungen weiterzuentwickeln. Im Gegenzug helfen die Maschinen den Menschen, effektiver und besser zu arbeiten – so zumindest die ideale Vorstellung.


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Ein solches Zentaurenteam könnte beispielsweise ein Produktentwickler sein, der die erwünschten Funktionen eines Produktes und die Materialien definiert und dies in ein KI-System eingibt, das dann verschiedene Simulationen ausführt, aus dem der Entwickler die geeignetste Lösung auswählt oder an weiteren Parametern feilt.

Virtuelle Assistenz für Mitarbeiter

Ein weiteres Beispiel hat der Rechenzentrumsanbieter Equinix mit dem Chatbot Equinix Virtual Assistant (Eva) realisiert. Eva beantworte Fragen, beispielsweise wie man neue Bürogeräte beschafft oder wo sich eines der Rechenzentren des Unternehmens befindet und wie man dorthin gelangt. Die Informationen waren vorher bereits im Intranet vorhanden, aber schwer zu finden.

Eva ist besonders hilfreich, wenn neue Mitarbeiter eingearbeitet werden müssen. Evas Genauigkeit verbessert sich durch das Feedback der Mitarbeiter fortlaufend. Es dauert etwa ein Jahr, bis sich abschätzen lässt, welche Prozesse an einen Chatbot übergeben werden können, aber danach ist der Return on Investment beträchtlich.

Das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML thematisiert die Interaktion zwischen Mensch und Maschine und hat vor kurzem eine Veranstaltung zu diesem Thema abgehalten.

 

Dieser Beitrag basiert in Teilen auf einen Artikel von Proservia

Quelle Titelbild:  iStock/xijian