Report: DDoS-Attacken werden komplexer und häufiger
DDoS-Attacken sorgen immer wieder für den Ausfall von komplexen IT-Infrastrukturen. Ein aktueller Report informiert über den aktuellen Stand.
Über die letzten Jahre konnte ein konstanter Anstieg von Distributed-Denial-of-Service-Angriffen verzeichnet werden – vor allem forciert durch Erpresserwellen, wie der aktuelle DDoS-Report von Link11 zeigt.
„Multivektor-Angriffe zu bekämpfen, gleicht dem Kampf gegen die Hydra: Entschärft man einen Vektor, wird dieser durch zwei Neue ersetzt.“
Zusätzlich vermerken die Expert*innen eine Zunahme des „Carpet Bombings“, d.h. der konzertierten Überflutung von Systemen mit einzelnen Nadelstichen. Bei diesen technisch sehr komplexen Angriffen ist der Datenverkehr pro IP-Adresse im Gegensatz zu den Hochvolumen-Attacken so gering, dass viele Schutzlösungen sie nicht als Anomalie erkennen. Die Angriffe unterwandern das Radar und sind schwer zu entschärfen.
Daneben verstärkte sich abermals Ransom-DDoS als Trend: Immer mehr Cyberkriminelle fordern bei DDoS-Attacken zunehmend Lösegeld. Verstärkend auf diesen Trend könnte sich die Tatsache auswirken, dass DDoS-Attacken im vergangenen Jahr oftmals auch als Nebelkerze getarnt, z.B. in Verbindung mit einem Ransomware-Angriff, zum Einsatz kamen. Im Windschatten eines massiven DDoS-Angriffes können Hacker so unbemerkt durch die digitale Hintertür der Netzwerksicherheit eindringen und beispielsweise Malware platzieren, bevor sie die Webserver zum Durchbooten zwingen.
Der vollständige Report steht auf der Link11-Webseite zum Download bereit.
Quelle Titelbild: Adobe Stock/Melinda Nagy

