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KI: 1,7 Billionen Euro Ausgaben bis 2026 prognostiziert

Laut Gartner werden die weltweiten Ausgaben für Künstliche Intelligenz 2025 fast 1,5 Billionen Dollar erreichen und 2026 bereits die Zwei Billionen Dollar für KI knacken.

Von Benedikt Langer 26. September 2025 1 Minuten Lesezeit
KI: 1,7 Billionen Euro Ausgaben bis 2026 prognostiziert

Die Gartner-Auguren rechnen 2025 mit weltweiten KI-Ausgaben von fast 1,3 Billionen Euro. 2026 sollen sie bereits die Zwei-Billionen-Marke knacken. Von einem vorübergehenden Hype könne längst keine Rede sein – Gartner sieht KI damit in einer Reihe mit dem Internet und Cloud-Computing.

Das Wichtigste in Kürze

  • Gartner prognostiziert weltweite KI-Ausgaben von fast 1,3 Billionen Euro im Jahr 2025.
  • 2026 sollen die KI-Ausgaben über 1,7 Billionen Euro erreichen, dreimal so viel wie der deutsche Bundeshaushalt 2026.
  • GenAI-fähige Smartphones werden 2026 mit rund 349 Milliarden Euro den größten Anteil der KI-Ausgaben ausmachen.
  • Ausgaben für KI-optimierte Server sollen sich von 2024 bis 2026 mehr als verdoppeln.
  • Bis 2028 wird vorausgesagt, dass kein Smartphone, PC oder Tablet ohne KI-Funktion ausgeliefert wird.

Maßgebliche Treiber der stark wachsenden Ausgaben für künstliche Intelligenz einschließlich GenAI sind laut Gartner und Computerwoche die Integration in Smartphones und PCs sowie die zugrundeliegende Infrastruktur.

Die US-Marktforscher von Gartner rechnen 2025 mit weltweiten KI-Ausgaben von nahezu 1,3 Billionen Euro. 2026 sollen diese dann schon auf über 1,7 Billionen Euro ansteigen. Das wäre etwa das Dreifache des für 2026 vorgesehenen deutschen Bundeshaushalts von rund 520,47 Milliarden Euro und mehr als doppelt so viel wie die KI-Ausgaben von rund 861 Milliarden Euro im Jahr 2024.

Hyperscaler investieren en masse

Bis 2028 wird praktisch kein Smartphone, Tablet oder PC mehr ohne KI ausgeliefert. Bildquelle: Pexels / energepic.com

„Wir gehen von einer kontinuierlichen Ausweitung der Investitionen in KI-Infrastrukturen aus. Große Hyperscaler stecken weiterhin massiv Geld in Rechenzentren mit KI-optimierter Hardware und GPUs, um ihre Dienste im großen Maßstab auszubauen“,  zitiert Computerwoche den Gartner-Vize John David Lovelock. Kein Unternehmen könne sich KI noch entziehen.

Weiter sagt er: „Die Investitionslandschaft im Bereich KI geht zudem längst über die traditionellen US-Technologieriesen hinaus. Zunehmend treten auch chinesische Unternehmen und neue Anbieter von KI-Cloud-Diensten in den Markt. Gleichzeitig verschafft das anhaltende Engagement von Risikokapitalgebern für KI-Unternehmen den globalen KI-Ausgaben zusätzlichen Auftrieb.“

2024 flossen die meisten KI-Ausgaben noch in Services, aber 2025 haben sich schon GenAI-gestützte Smartphones an die Spitze gesetzt. Den Gartner-Prognosen zufolge werden diese 2026 mit fast 349 Milliarden Euro den größten Teil der weltweiten KI-Ausgaben einnehmen, gefolgt von KI-optimierten Servern einschließlich Beschleuniger, KI-Services und KI-Chips.

KI-optimierte überholen bald traditionelle Server

Als besonders frappierend bezeichnet Lovelock die erwartete Entwicklung bei den KI-optimierten Servern (mit GPU- und Non-GPU-Beschleunigern). Dieser Anteil der globalen KI-Ausgaben soll sich von 2024 bis 2026 mehr als verdoppeln: „Die Höhe der Ausgaben dafür ist schwindelerregend, wenn man bedenkt, dass heute praktisch alles in der Welt auf traditionellen Servern läuft – sei es das Bankensystem, das Visa-System für Reisen, oder all die Dienste, die Amazon, Microsoft, Google, Tencent, Alibaba oder Baidu betreiben“. Seiner Einschätzung nach werde 2027 und 2028 mehr Geld in solche KI-optimierten als in traditionelle Server fließen.

Dabei bleibe der Bedarf an Servern, die Banken, Handelshäuser oder Hyperscaler kaufen, unverändert hoch. GenAI-Server brächten vornehmlich Neugeschäft und würde bestehende oder andere Investitionen in dem Bereich nicht kannibalisieren.

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520,47 Milliarden Euro
und mehr als doppelt so viel wie die KI-Ausgaben von 987,9
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rund 861 Milliarden Euro
im Jahr 2024. Hyperscaler investieren en masse Bis
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rund 349 Milliarden Euro
den größten Teil der weltweiten KI-Ausgaben einnehmen, gefo

// Kernsatz

2024 flossen die meisten KI-Ausgaben noch in Services, aber 2025 haben sich schon GenAI-gestützte Smartphones an die Spitze gesetzt.

KI in Endkunden-Hardware bleibt „Beiwerk“

Bei KI-PCs sei es anders, da würde künstliche Intelligenz größtenteils mitverkauft und nicht speziell auf Kundennachfrage. Wer heute einen PC kaufe, wolle das Modell für sein Budget und suche nicht gezielt nach KI-optimierten oder KI-fähigen Geräten. Ähnlich verhält es sich auch bei Smartphones mit KI-Funktion. Viele User könnten damit noch nichts anfangen, dennoch wird es 2025 und 2026 laut Gartner schon das größte KI-Segment sein.

Unterm Strich sei KI also unvermeidbar. „Wir befinden uns längst nicht mehr in einer Situation, in der darüber diskutiert wird, ob KI kommen wird oder nicht“, so Lovelock. Vielmehr werde es bis 2028 praktisch unmöglich sein, noch ein Handy, einen PC, ein Tablet oder Notebook zu kaufen, ohne dass die Technologie in der einen oder anderen Form an Bord ist.

Häufige Fragen

Welche Faktoren treiben laut Gartner die steigenden KI-Ausgaben maßgeblich voran?

Die Integration von KI in Smartphones, PCs und Tablets sowie die notwendige Infrastruktur sind zentrale Treiber. Zudem investieren Hyperscaler massiv in KI-optimierte Rechenzentren und Hardware.

Wie hoch werden die weltweiten KI-Ausgaben 2026 voraussichtlich sein?

Laut Gartner sollen die weltweiten KI-Ausgaben 2026 über 1,7 Billionen Euro betragen. Das ist mehr als doppelt so viel wie die rund 861 Milliarden Euro im Jahr 2024.

Welcher KI-Bereich wird 2026 die höchsten Ausgaben verzeichnen?

GenAI-gestützte Smartphones werden mit geschätzten rund 349 Milliarden Euro den größten Teil der weltweiten KI-Ausgaben ausmachen. Sie liegen damit vor KI-Servern, -Services und -Chips.

Wie entwickeln sich die Ausgaben für KI-optimierte Server im Vergleich zu traditionellen Servern?

Die Ausgaben für KI-optimierte Server sollen sich von 2024 bis 2026 mehr als verdoppeln. Ab 2027 oder 2028 wird erwartet, dass mehr in KI-optimierte als in traditionelle Server investiert wird.

Warum bleibt KI in Endgeräten wie PCs und Smartphones vorerst ein Beiwerk?

Die meisten Konsumenten kaufen KI-Funktionen mit, suchen aber nicht gezielt danach. Dennoch wird KI bis 2028 in nahezu allen Geräten standardmäßig enthalten sein.

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Quelle Titelbild: Pexels / Tara Winstead

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