14. Dezember 2016

IT-Security: Was uns im kommenden Jahr erwartet

In punkto IT-Sicherheit können wir auf ein spektakuläres Jahr 2016 mit viele interessanten Neuerungen zurückblicken, und auch 2017 verspricht nicht weniger spannend zu werden. In diesem Beitrag schaut Michael Neumayr, Sales Director bei Centrify, auf die wichtigsten Ereignisse aus der IT-Welt zurück, und stellt einige interessante Prognosen für das kommende Jahr auf.

Rückblick: Das war 2016

In den letzten zwölf Monaten wurden wiederholt große Hacker-Angriffe bekannt, die die persönlichen Daten von hunderten Millionen Menschen umfassten. Auch die US-Präsidentschaftswahl war geprägt von Diskussionen um IT-Sicherheit. Ausschlaggebender Punkt waren hierbei Informationen zu Insider-Nachrichten, die während des Wahlkampfes an die Öffentlichkeit gelangten. Ans Licht kamen diese durch ein gehacktes Netzwerk des Democratic National Committee (DNC) und Clintons Kampagnenleiter John Podesta.

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Auch große Firmenübernahmen blieben nicht vor Datenschutz-Skandalen verschont. So geschehen bei Yahoo und Verizon: Nachdem Yahoo im September öffentlich bekannt gegeben hatte, dass Daten von rund 500 Millionen Nutzer-Accounts gestohlen wurden, drohte Verizon damit, sein Kaufangebot von 4,8 Milliarden US-Dollar zurückzuziehen.

Außerdem wurde ein neuer Trend publik, der Datenklau auf eine besonders hinterhältige Art zum lukrativen Geschäftsmodell macht: Ransomware. Die Malware dient der Cyber-Erpressung, indem persönliche Daten gesperrt und nur gegen Zahlung von Lösegeldern wieder freigegeben werden. Vor allem für Unternehmen können solche Hacker-Attacken extrem gefährlich sein, da unachtsame Mitarbeiter schnell ein Firmennetzwerk infizieren und damit ganze Unternehmen handlungsunfähig machen können.

Prognosen: Das erwartet uns 2017

Zwar wird die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) erst 2018 endgültig in Kraft treten, aber dennoch ist sie für viele Firmen schon jetzt interessant. Die Verordnung soll den europäischen Datenschutz vereinheitlichen und deshalb auch für US-Firmen gelten, sofern sie Dienste auf dem europäischen Markt anbieten wollen. Dazu kommen höhere Bußgelder: Verstöße können künftig mit Geldstrafen in Höhe von bis zu vier Prozent der Jahresumsätze geahndet werden. Hier lohnt es sich also für Unternehmen, rechtzeitig mit der Umstellung auf die neuen Datenschutz-Standards anzufangen.

Welche Security-Trends erwarten uns in 2017? (Bild: Evernine)

Vorbereiten sollten sich Unternehmen auch auf einen weiteren Zuwachs bei Ransomware. Nachdem Cyber-Kriminelle schon in diesem Jahr große Erfolge damit verzeichnen konnten, wird der illegale Trend auch 2017 höchstwahrscheinlich nicht einbrechen. Viele Unternehmen werden deshalb aus Vorsicht spezielle Budgets einrichten, die im Ernstfall zum Freikaufen der Daten verwendet werden können. Auf Strafverfolgung werden viele womöglich ganz verzichten, um den reibungslosen Geschäftsablauf weiterhin aufrecht zu halten.

Darüber hinaus nennt Neumayr vier weitere Technologien, die man im kommenden Jahr weiter im Auge behalten sollte:

●  Multifaktor-Authentifizierung
●  Granulares Management von Privilegien
●  Zugriff nach dem Least-Privilege-Prinzip
●  Bitcoins

Wir sind auf jeden Fall gespannt, welche Neuerungen, Skandale und Überraschungen uns im kommenden Jahr erwarten, und blicken gespannt in Richtung 2017.

Dieser Artikel basiert auf einer Pressemitteilung von Centrify, verfasst von Michael Neumayr, Regional Sales Director Zentraleuropa bei Centrify.

 

Quelle Titelbild: Evernine via iStock

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