10 Februar 2021

Eine weltweite Umfrage unter IT-Enscheidern zeigt, dass jedes zweite deutsche Unternehmen die Abhängigkeit von IT-Infrastrukturen fürchtet. Für die Mehrheit der Befragten sind die Verbesserung der Sicherheit sowie Kosteneinsparung und Effizienzsteigerung die wichtigsten technologischen Ziele im Jahr 2021.

 

Eine absolute Mehrheit der IT-Verantwortlichen in Deutschland (99 Prozent) hält die IT-Infrastruktur des eigenen Unternehmens für resilient. Das geht aus einer aktuellen Studie der Software AG (Frankfurt MDAX: SOW) hervor. Zugleich sagen jedoch 54 Prozent, dass sie zu abhängig von einzelnen Technologien seien und sich breiter aufstellen müssen.

Nur etwa zwei von fünf (43 Prozent) Unternehmen sind mit ihrer Mischung aus IT und (externen) Dienstleistern zufrieden. Für den „Situation Report“ wurden weltweit IT-Führungskräfte auch zu ihren Investitionsstrategien befragt. Nachdem die Corona-Pandemie bereits 2020 einen Digitalisierungsschub in vielen Unternehmen ausgelöst hat, gehen die Verantwortlichen in absoluter Mehrheit (97 Prozent) auch für dieses Jahr von weiteren Investitionen in die digitale Transformation aus.

Deutsche Unternehmen setzen auf Prozesse und Daten

Treibende Kraft global sind die steigenden Kundenerwartungen, von denen in Deutschland neun von zehn (89 Prozent) der befragten IT-Führungskräfte ausgehen. Während weltweit mehr als ein Viertel (26 Prozent) und in Großbritannien sogar fast ein Drittel (31 Prozent) bevorzugt auf Technologien zur Verbesserung der Kundenerfahrung setzen wollen, sind es in Deutschland gerade einmal 17 Prozent. Hintergrund dafür ist, dass viele der IT-Profis (41 Prozent) hierzulande ein höheres Tempo beim Service als wichtigsten Kundenwunsch ausgemacht haben. Mehr als jeder Dritte (36 Prozent) favorisiert daher Investitionen in Technologien, mit denen sich Prozesse optimieren und Geschäftsabläufe beschleunigen lassen. Drei von zehn (30 Prozent) Verantwortlichen setzen zudem auf Investitionen in Datenanalyse, was die Grundvoraussetzung für das Optimieren interner und externer Prozesse ist.

 

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Die Umfrage zeigt: Die Unternehmen sind während und nach der Corona-Krise vorerst auf Sicherheit und Kosteneinsparung aus. Quelle: Software AG, Studie „Situation Report“

 

Die digitale Transformation ist schon seit Jahren von höchster Bedeutung und die aktuelle Lage zeigt, wie wichtig diese Veränderung ist. Nur wer heute bereits seine Strukturen anpasst, in digitale Lösungen investiert und vorausdenkt, wird auch in Zukunft erfolgreich agieren können. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass viele IT-Verantwortliche in Deutschland sich dessen bewusst sind“, sagt Alwin Schauer, Vorsitzender der Geschäftsführung der SAG Deutschland GmbH, einer 100-prozentigen Tochter der Software AG, und Senior Vice President Deutschland, Österreich und Schweiz. Besonders die Schwerpunkte im Bereich von Prozessoptimierung und Datenanalyse begrüßt er. „Die Unternehmen in Deutschland verfügen über einen einzigartigen Datenschatz. In vielen Fällen werden die umfassenden Möglichkeiten der Datenanalyse noch gar nicht erkannt, gerade im Mittelstand. Das Rückgrat der Wirtschaft in Deutschland darf die Chance nicht verpassen, mithilfe der digitalen Transformation das Geschäftsmodell von ‚Made in Germany‘ weiterzuentwickeln, vor allem was die Kundenzufriedenheit und Kundenerfahrung betrifft. Die Umfrage zeigt, dass viele Unternehmen dazu durchaus bereit sind, es gilt jedoch dies aktiv umzusetzen.

 

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Mehr als ein Drittel will im Jahr 2021 die internen Prozesse verbessern und damit schneller machen. Auch die Analyse der gewonnenen Daten priorisiert jeder dritte Befragte 2021 in seiner Transformationsstrategie. Quelle: Software AG, Studie „Situation Report“

 

Cloud-Computing hat Priorität

Gefragt nach den wichtigsten Technologien, die 2021 in den IT-Strategien zu berücksichtigen und in Unternehmen zu implementieren sind, antworteten die IT-Verantwortlichen wie folgt:

  • Cloud-Computing steht für 76 Prozent an erster Stelle,
  • 5G nennen 50 Prozent der Befragten,
  • Integration ist für 48 Prozent vorrangig,
  • Künstliche Intelligenz nennen 41 Prozent,
  • IoT identifizieren 38 Prozent als wichtigste Technologie,
  • Edge Computing und Robotic Process Automation (RPA) stehen hingegen nur bei 28 Prozent auf der Agenda.

 

Für die Studie hat das US-Marktforschungsinstitut Regina Corso Consulting im Auftrag der Software AG zwischen dem 9. und dem 17. November mehr als 600 IT-Führungskräfte in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den Vereinigten Staaten zu den Bemühungen ihrer Unternehmen im Bereich der digitalen Transformation befragt.

Mehr Einblicke in die Studie der Software AG finden Sie hier.

 

Quelle Titelbild: iStock / sesame