12 November 2024

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Wie der Branchenverband Bitkom zur Fachmesse it-sa bekanntgab, steigen die deutschen Cybersecurity-Ausgaben rapide. Angesichts der wachsenden Bedrohungslage investieren Unternehmen 2024 fast 14 Prozent mehr. Die Summe beläuft sich auf 11,2 Milliarden Euro und übersteigt damit erstmals die 10-Milliarden-Euro-Marke.

Das Wichtigste in Kürze

  • Deutsche Cybersecurity-Ausgaben steigen 2024 um 13,8 % auf 11,2 Mrd. Euro.
  • Erstmals wird die 10-Milliarden-Euro-Marke überschritten.
  • Ausgaben für Sicherheitssoftware wachsen stärkstens (+17,3 % auf 5,8 Mrd. Euro).
  • IT-Sicherheitsdienstleistungen legen um 11,4 % auf 4,4 Mrd. Euro zu.
  • Jährliche Schäden durch Sabotage, Spionage und Cyberattacken: 267 Mrd. Euro.

Die wachsende Bedrohungslage für ihre System führt dazu, dass deutsche Unternehmen verstärkt in IT-Sicherheit investieren. Bitkom zufolge werden die Cybersecurity-Ausgaben in der Bundesrepublik 2024 mit einem Anstieg von 13,8 Prozent auf 11,2 Milliarden Euro erstmals die 10-Milliarden-Marke übersteigen. Die Dynamik ist sogar größer als die auf dem Weltmarkt, wo mit einem Umsatzplus von 12,1 Prozent auf insgesamt 222,6 Milliarden Euro zu rechnen ist. Das berichtet Bitkom zur Eröffnung der it-sa 2024 in Nürnberg und präsentiert dabei Zahlen des US-Marktforschungsinstituts IDC.

Bitkom-Hauptvorstand Udo Littke warnt eindringlich, an der IT-Sicherheit nicht zu sparen: „Eine erfolgreiche Cyberattacke kann existenzbedrohend sein, daher sollte sich jedes Unternehmen schützen und seine IT-Sicherheit hochfahren. Aber auch öffentliche Verwaltungen und Behörden müssen ihre IT-Sicherheit immer wieder auf den Prüfstand stellen und nachjustieren.“

Wirtschaftliche Schäden von 267 Milliarden Euro

„Jeder in IT-Sicherheit investierte Euro lohnt sich. Deutschen Unternehmen ist der Bitkom-Wirtschaftsschutzstudie zufolge zuletzt durch Sabotage, Spionage und Datendiebstahl ein jährlicher Schaden von 267 Milliarden Euro entstanden, davon allein rund 179 Milliarden Euro durch Cyberattacken“, fügt er hinzu.

Wie die IDC-Zahlen zeigen, legen die deutschen Ausgaben für Sicherheitssoftware mit 17,3 Prozent auf 5,8 Milliarden Dollar besonders stark zu. Gleich dahinter folgen die Ausgaben für IT-Sicherheitsdienstleistungen, die um 11,4 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro zulegen. Die für IT-Sicherheits-Hardware steigen ebenfalls, mit 5,2 Prozent auf 970 Millionen Euro aber nicht ganz so stark wie die anderen genannten Segmente.

„Wir müssen in Deutschland ein Ökosystem für Cybersicherheit schaffen, das die hervorragenden Angebote der globalen Anbieter mit IT-Sicherheitslösungen made in Germany verknüpft“, fordert Littke und sieht in Veranstaltungen wie der it-sa eine gute Gelegenheit für Unternehmen, sich umfassend über Lösungen und neue Technologien wie KI im Kampf gegen Cyberattacken zu informieren.

KERNZAHLEN
11,2 Milliarden Euro
und übersteigt damit erstmals die 10-Milliarden-Euro-Marke
11,2 Mrd. Euro
Erstmals wird die 10-Milliarden-Euro-Marke überschritten
5,8 Mrd. Euro
). IT-Sicherheitsdienstleistungen legen um 11,4 % auf 4,4

Häufige Fragen

Um wie viel Prozent steigen die Cybersecurity-Ausgaben in Deutschland 2024?

Die Cybersecurity-Ausgaben in Deutschland steigen 2024 um 13,8 Prozent. Damit erreichen sie erstmals 11,2 Milliarden Euro.

Wie hoch sind die jährlichen wirtschaftlichen Schäden durch Cyberattacken?

Cyberattacken verursachen allein Schäden von rund 179 Milliarden Euro jährlich. Insgesamt entstehen durch Sabotage, Spionage und Datendiebstahl 267 Milliarden Euro Schaden.

Welches Segment der IT-Sicherheitsausgaben wächst am stärksten?

Die Ausgaben für Sicherheitssoftware wachsen am stärksten mit 17,3 Prozent. Sie erreichen 2024 ein Volumen von 5,8 Milliarden Euro.

Wie entwickeln sich die Ausgaben für IT-Sicherheitsdienstleistungen?

Die Ausgaben für IT-Sicherheitsdienstleistungen steigen um 11,4 Prozent. Ihr Volumen beträgt 2024 insgesamt 4,4 Milliarden Euro.

Welche Rolle spielt die it-sa 2024 im Kontext der Cybersicherheit?

Die it-sa 2024 bietet Unternehmen die Möglichkeit, sich über aktuelle Lösungen und Technologien wie KI im Cyberschutz zu informieren. Bitkom sieht darin eine wichtige Plattform für das nationale Cybersicherheits-Ökosystem.

„Angesichts der wachsenden Bedrohungslage investieren Unternehmen 2024 fast 14 Prozent mehr.“

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Quelle Titelbild: Pixabay / TheDigitalWay

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