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AMD profitiert nach Nvidia auch vom KI-Goldrausch

AMD profitiert nach Nvidia ebenfalls vom KI-Goldrausch.

Von Klaus Hauptfleisch 19. Februar 2025 4 Minuten Lesezeit
AMD profitiert nach Nvidia auch vom KI-Goldrausch

Der ewige Intel-Konkurrent AMD hat 2024 vor allem dank seins KI-Beschleunigers ein Rekordjahr verzeichnet und mehr als 6,1 Milliarden Euro umgesetzt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Intel verzeichnet 2024 einen Betriebsverlust von rund 10 Milliarden Euro, während AMD seinen operativen Gewinn auf rund 1,7 Milliarden Euro steigerte.
  • AMDs Data-Center-Sparte erzielte 2024 einen Umsatz von rund 11 Milliarden Euro und verdreifachte den Betriebsgewinn auf rund 3,1 Milliarden Euro.
  • Instinct-KI-Beschleuniger trugen über 4,4 Milliarden Euro zum Data-Center-Umsatz von AMD bei.
  • AMDs Client-Sparte steigerte den Umsatz 2024 um 52 % auf rund 6,2 Milliarden Euro und erzielte rund 782 Millionen Euro Betriebsergebnis.
  • Intel musste Pläne für eine Chipfabrik in Magdeburg auf Eis legen, während AMD vom KI-Boom profitiert.

Intel hat als CPU-King den kleineren Konkurrenten AMD lange vor sich hergetrieben. Mittlerweile muss das Unternehmen selbst aber Gewinneinbußen verzeichnen und im Zuge dessen unter anderem Pläne für eine Chipfabrik in Magdeburg auf Eis legen. Kritiker sagen, dass Intel den KI-Zug verpasst habe.

AMD hat dagegen mit neuen Prozessoren und vor allem auch mit dem Instinct genannten KI-Beschleuniger den Vorsprung des großen Konkurrenten deutlich schrumpfen lassen. Damit profitiert das Unternehmen aus Santa Clara nun ebenfalls vom KI-Goldrausch.

Der Intel-Umsatz war laut heise online 2024 nur noch gut doppelt so hoch wie der von AMD mit knapp 6,7 Milliarden Euro allein im vierten Quartal. Und während Intel einen Jahresbetriebsverlust von rund 10 Milliarden Euro schrieb, hat AMD seinen operativen Jahresgewinn um 374 Prozent auf rund 1,7 Milliarden Euro mächtig gesteigert.

Im vierten Quartal 2024 legte das Unternehmen um 155 Prozent auf rund 759 Millionen Euro beim Betriebsergebnis zu, wohingegen Intels operativer Gewinn um 84 Prozent auf rund 359 Millionen Euro einstürzte.

Instinct-Karten boosten die RZ-Sparte

AMD hat auch deutlich an Cashflow gewonnen, im vierten Quartal allein um 214 Prozent auf rund 1,1 Milliarden Euro, im Gesamtjahr 2024 um 84 Prozent auf rund 2,6 Milliarden Euro.

Allein die Data-Center-Sparte hat AMD einen um 94 Prozent gesteigerten Jahresumsatz von rund 11 Milliarden Euro und einen auf rund 3,1 Milliarden Euro verdreifachten Betriebsgewinn eingebracht, wozu sowohl die Epyc-Prozessoren als auch die Instinct-Beschleuniger maßgeblich beigetragen haben.

Heise zufolge hat die Konzernchefin Lisa Su auch erstmals konkrete Zahlen zur den Instinct-Beschleuniger-Karten genannt. Demnach haben sie mehr als 4,4 Milliarden Euro zum genannten Umsatz von rund 11 Milliarden Euro beigetragen, womit sie sich fast der Hälfte des reinen Data-Center-Umsatzes nähern.

Die Client-Sparte, die vor allem Ryzen-CPUs für Desktop-PCs und Notebooks umfasst, konnte aber ebenfalls gut zulegen. Der Jahresumsatz stieg hier um 52 Prozent auf rund 6,2 Milliarden Euro. Auch das Betriebsergebnis hat sich nach einem kleinen Minus im Vorjahr 2024 wieder ins Plus gedreht und lag bei rund 782 Millionen Euro. Damit setzt AMD seinen Erfolgskurs auch in dieser Sparte fort und etabliert sich zunehmend als ernstzunehmender Rivale im hart umkämpften Halbleitermarkt.

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Häufige Fragen

Warum verliert Intel an Boden gegenüber AMD?

Intel verzeichnete 2024 einen Jahresbetriebsverlust von rund 10 Milliarden Euro. Zudem verpasste das Unternehmen den KI-Boom, was Wettbewerbsnachteile brachte.

Wie entwickelte sich der operative Gewinn von AMD im Vergleich zu Intel?

AMD steigerte seinen operativen Jahresgewinn um 374 % auf rund 1,7 Milliarden Euro. Intel hingegen verzeichnete einen operativen Gewinnrückgang um 84 % auf rund 359 Millionen Euro.

Welchen Beitrag leisteten die Instinct-KI-Beschleuniger zum Umsatz von AMD?

Die Instinct-Beschleuniger trugen mit über 4,4 Milliarden Euro maßgeblich zum Data-Center-Umsatz von rund 11 Milliarden Euro bei und nähern sich damit fast der Hälfte an.

Wie entwickelte sich der Umsatz der AMD-Client-Sparte 2024?

Der Umsatz der Client-Sparte stieg 2024 um 52 % auf rund 6,2 Milliarden Euro. Das Betriebsergebnis lag bei rund 782 Millionen Euro, nach einem Minus im Vorjahr.

Welche Auswirkungen hat der KI-Boom auf AMD und Intel?

AMD profitiert stark vom KI-Boom, insbesondere durch Instinct-Beschleuniger. Intel hingegen gilt als abgehängt und musste Investitionen wie in Magdeburg verschieben.

// Kernsatz

Der ewige Intel-Konkurrent AMD hat 2024 vor allem dank seins KI-Beschleunigers ein Rekordjahr verzeichnet und mehr als 6,1 Milliarden Euro umgesetzt.

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Quelle Titelbild: iStock / Blue Planet Studio

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