17 Oktober 2025

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So wie die Vorfälle sich häufen, investieren die Unternehmen in Deutschland verstärkt in ihre IT-Sicherheit. Der Anteil bei den IT-Budgets wird sich gegenüber 2022 bis Ende 2025 von 9 auf 18 Prozent glatt verdoppeln. Das zeigen Zahlen von Bitkom und dem Analystenhaus PAC.

Das Wichtigste in Kürze

  • Deutsche Unternehmen verdoppeln ihre IT-Security-Budgets von 9 auf 18 Prozent der IT-Ausgaben bis Ende 2025
  • Cyberattacken verursachen jährlich 202 Milliarden Euro Schaden in Deutschland
  • IT-Sicherheitsmarkt in Deutschland wächst zweistellig auf über 10 Milliarden Euro

Einer zur it-sa 2025 in Nürnberg vorgelegten Bitkom-Studie zufolge entsteht der deutschen Wirtschaft durch Cyberattacken ein jährlicher Schaden von 202,4 Milliarden Euro. Sechs von zehn Unternehmen (59 Prozent) fühlen sich dabei schon in ihrer Existenz bedroht.

Daher rechnet der Digitalverband Bitkom basierend auf Daten des europäischen Beratungs- und Analystenhauses PAC damit, dass die IT-Ausgabe 2025 in der Bundesrepublik um 10,1 Prozent auf 11,1 Milliarden Euro wachsen werden. 2024 sind sie mit 10,1 Milliarden Euro erstmals auf eine zweistellige Milliardensumme angestiegen. Auch für 2026 rechnen die Analysten mit einem deutlichen Plus auf dann 12,2 Milliarden Euro.

„Erfolgreiche Cyberangriffe können Unternehmen lahmlegen, aber auch Behörden oder Infrastrukturen wie Bahnstrecken und Flughäfen. Wir müssen unsere Investitionen in IT-Sicherheit weiter hochfahren“, betont Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst.

Aufgrund der stark steigenden Bedrohungslage haben die Unternehmen in Deutschland auch den prozentualen Anteil für die IT-Sicherheit in ihren Budgets stark erhöht. 2022 waren es gerade mal 9 Prozent, bis Ende 2025 sollen es 18 Prozent sein.

Weltweite Ausgaben wachsen stärker

IT-Sicherheitssoftware und Cloud-Plattformen verzeichnen mit einem Plus von 12,1 Prozent auf 4,8 Milliarden Euro die höchsten Zuwächse bei den Ausgaben. An zweiter Stelle folgen Dienstleistungen rund um IT-Security, deren Ausgaben schätzungsweise um 9,7 Prozent auf 5,6 Milliarden Euro zulegen. Das Plus im Bereich IT-Sicherheitshardware ist dagegen mit 1,4 Prozent auf 800 Millionen Euro deutlich kleiner.

Der Gesamtmarkt für IT-Sicherheit wächst zwar, bleibt in Deutschland aber hinter den Zuwachsraten in anderen Ländern zurück. Die weltweiten Ausgaben für IT-Sicherheit sollen 2025 um 11,2 Prozent auf umgerechnet 212,2 Milliarden Euro steigen, die in Europa um 10,9 Prozent, was ebenfalls über dem für Deutschland prognostizierten Wachstum liegt. Der deutsche Anteil am globalen IT-Sicherheitsmarkt ist mit 5,3 Prozent aber immer noch beträchtlich, bedenkt man, dass Resteuropa nur 20,5 Prozent zu den weilweiten Ausgaben beiträgt.

„Die große Nachfrage nach gleichermaßen leistungsstarken wie vertrauenswürdigen Sicherheitslösungen bietet enorme Chancen für deutsche Anbieter“, sagt Wintergerst. Und er fügt hinzu: „Die it-sa zeigt: Cybersicherheit darf nicht allein als Kostenfaktor verstanden werden, sie garantiert Zukunft und ermöglicht Wertschöpfung, Vertrauen und Innovation in Deutschland.“

Für die PAC-Studie wurden im Zeitraum KW 16 bis KW 24 insgesamt 1.002 Unternehmen ab 10 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von einer Million Euro in Deutschland befragt.

 

Quelle

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KERNZAHLEN
202 Milliarden Euro
Schaden – ein Wettlauf zwischen Investition und Bedrohung
202,4 Milliarden Euro
Sechs von zehn Unternehmen (59 Prozent) fühlen sich dabei
11,1 Milliarden Euro
wachsen werden. 2024 sind sie mit 10,1 Milliarden Euro erst

Haeufig gestellte Fragen

Wie viel sollten Unternehmen fuer IT-Sicherheit ausgeben?

Branchenexperten empfehlen mindestens 10-15% des IT-Budgets. Der aktuelle Trend zu 18% zeigt, dass viele Unternehmen nach schmerzlichen Erfahrungen deutlich mehr investieren.

Wo liegt der groesste Handlungsbedarf?

Laut Bitkom sind die drei kritischsten Bereiche: Endpoint Security, Cloud-Absicherung und Mitarbeiter-Awareness-Schulungen. Gerade letztere werden haeufig unterschaetzt.

Schuetzt ein hohes Budget automatisch vor Angriffen?

Nein. Entscheidend ist, wie das Budget eingesetzt wird. Ganzheitliche Security-Strategien mit regelmaessigen Audits, Incident Response Plaenen und Zero-Trust-Architekturen sind effektiver als punktuelle Investitionen in einzelne Tools.

„Der Anteil bei den IT-Budgets wird sich gegenüber 2022 bis Ende 2025 von 9 auf 18 Prozent glatt verdoppeln.“

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Quelle Titelbild: Pexels / Pixabay

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