2 Februar 2026

4 Min. Lesezeit

Nachts im Bett ist der Kindle bei mir erstaunlich oft gescheitert – nicht am Text, sondern am Handling. Einhändig auf der Seite liegen, umblättern, Licht nachregeln: irgendwann wird’s fummelig und „nur kurz“ greift man doch wieder zum Smartphone. Genau an dieser Stelle setzt das Boox Palma 2 Pro an: Es liest sich wie ein Handy, ist aber E-Ink.

Das Wichtigste in Kürze

  • Nachts im Bett ist der Kindle bei mir erstaunlich oft gescheitert – nicht am Text, sondern am Handling.
  • Einhändig auf der Seite liegen, umblättern, Licht nachregeln: irgendwann wird’s fummelig und „nur kurz“ greift man doch wieder zum Smartphone.
  • Das Boox Palma 2 Pro ist ein smartphonegroßer E-Reader mit 6,13 Zoll E-Ink-Farbdisplay (Kaleido 3) und Android 15 samt Google Play Store.
  • Heißt konkret: Du kannst nicht nur Bücher lesen, sondern auch Kindle-, Kobo- oder Pocket-Apps installieren – und das Gerät sogar unterwegs per Mobilfunk nutzen (Dual-SIM für Daten).

Was ist das Palma 2 Pro – was macht es anders?

Das Boox Palma 2 Pro ist ein smartphonegroßer E-Reader mit 6,13 Zoll E-Ink-Farbdisplay (Kaleido 3) und Android 15 samt Google Play Store. Heißt konkret: Du kannst nicht nur Bücher lesen, sondern auch Kindle-, Kobo- oder Pocket-Apps installieren – und das Gerät sogar unterwegs per Mobilfunk nutzen (Dual-SIM für Daten).

Hardwareseitig ist das für E-Ink ungewohnt potent: Octa-Core, 8 GB RAM, 128 GB Speicher (erweiterbar), dazu Kamera (Dokument-Scan ist ein naheliegender Use-Case) und optionaler Stift-Support.

Bettgeschichten mit dem E-Reader

Im Alltagstest hat mich weniger „Android“ überzeugt als die simple Tatsache: Das Palma liegt und greift sich wie ein Smartphone – nur ohne Smartphone-Nebenwirkungen. In der Seitenlage bleibt es stabil in einer Hand, Daumen zum Blättern, Frontlicht so weit runter, dass es nicht den ganzen Raum aufhellt. Genau dieser Komfort ist der Unterschied zwischen „noch ein Kapitel“ und „ach, dann halt kurz Instagram“.

Das klingt klein, ist aber ein echter Hebel: Seit das Palma 2 Pro hier ist, habe ich spürbar mehr E-Books gelesen – weil der Einstieg abends nicht mit Reibung beginnt.

Weniger Screen Time, weniger Doomscrolling: Palma + Dumb Phone

Ein Punkt, der im Alltag stärker wirkt als jede Spec-Liste: Das Palma 2 Pro eignet sich als „digitaler Puffer“, um schlechte Screen Time zu reduzieren. Mein Setup: unterwegs, wenn möglich, nur ein altes Dumb Phone für wichtige Anrufe – und statt Smartphone eben das Palma. Ergebnis: Lesen ohne App-Sog und ohne Push-Dauerfeuer.

Wichtig ist dabei die Selbstdisziplin, denn Android bleibt Android. Aber auf E-Ink verlieren viele typische Doomscroll-Mechaniken ihren Reiz: Knallige Farben, endloses Video, sinnloses Scrollen – all das fühlt sich auf E-Ink schlicht unattraktiv an. Das Palma wird dadurch eher zum „bewussten Gerät“: Du nimmst es für Inhalte, nicht für Ablenkung. (Und ja: Benachrichtigungen ausmachen hilft enorm.)

„Genau an dieser Stelle setzt das Boox Palma 2 Pro an: Es liest sich wie ein Handy, ist aber E-Ink.“

Kurz erklärt: Kaleido 3, Refresh-Modi und das echte Color-Versprechen

Kaleido 3 ist E-Ink-Farbe über einem Schwarzweiß-Panel. Texte sind in Schwarzweiß sehr scharf, Farben dagegen sichtbar grobkörniger und eher „Zeitung“ als „Tablet“ – gut für Cover, Markierungen, Diagramme; weniger für bunte Comics in Perfektion. Dazu kommt: Je schneller du scrollst (Web, Feeds), desto stärker spielen Refresh-Modi und Ghosting eine Rolle.

Mein neuer Begleiter im Alltag

Der zweite große Vorteil zeigt sich an der frischen Luft: Das Palma 2 Pro verschwindet in der Jackentasche wie ein 6-Zoll-Telefon. Das ist der entscheidende Unterschied zu vielen klassischen E-Readern: Man nimmt es nicht „extra mit“, es ist einfach dabei. In der U-Bahn ein Kapitel, im Wartezimmer zwei Seiten, in der Kaffeepause zehn Minuten – die kleinen Zeitfenster addieren sich.

Palma 2 Pro vs. Kindle

Kindle (Basis) und Paperwhite sind E-Reader im klassischen Sinn: eingeschränkt, aber konsequent aufs Lesen optimiert. Der aktuelle Paperwhite setzt auf 7-Zoll-Display und sehr lange Laufzeiten, dazu die typische „einrichten und vergessen“-Schlichtheit im Amazon-Kosmos.

Das Palma 2 Pro ist eher ein E-Ink-Minigerät mit Reader-Fokus: flexibler, aber auch „computeriger“. Du gewinnst:

  • mehrere Ökosysteme parallel (Kindle/Kobo/Onleihe via Apps – je nach Anbieter),
  • Mobilfunk-Option für unterwegs,
  • Hosentaschen-Portabilität, die das Nutzungsverhalten wirklich verändert.

Du zahlst dafür mit:

  • mehr Setup/Feintuning (Apps, Sync, Display-Presets),
  • potenziell kürzerer Praxislaufzeit als bei einem reinen Kindle (Android + variable Refresh-Modi),
  • mehr Angriffsfläche bei Datenschutz/Tracking, weil Play-Store-Apps eben Play-Store-Apps sind.

Dinge, die man schnell übersieht

  • Ablenkung aktiv reduzieren: Benachrichtigungen aus, Homescreen schlank, nur Lese-Apps drauf.
  • Farberwartung realistisch halten: Farbe ist Bonus, nicht der Hauptgrund.
  • Ökosystem klären: Wenn du nur Amazon willst, ist ein Kindle oft der stressfreiere Weg.
  • Handgefühl entscheidet: Wenn „einhandtauglich“ dein Hauptproblem ist, probier genau das zuerst.

Für wen lohnt es sich – und für wen nicht?

Wenn du abends einhändig lesen willst, öfter zum Handy greifst und genau diesen Reflex brechen möchtest: Palma 2 Pro. Der „Mehr-Lesen“-Effekt kommt weniger aus Features, sondern aus weniger Reibung.

Wenn du maximale Einfachheit willst, selten zwischen Apps/Ökosystemen wechselst und ein Gerät suchst, das wochenlang ohne Nachdenken läuft: Kindle Paperwhite (oder Basis-Kindle, wenn kompakter und günstiger).

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Häufige Fragen

Für wen eignet sich das Palma 2 Pro besonders?

Für Vielleser, die auch unterwegs oder im Bett einhändig lesen wollen, ohne zum Smartphone zu greifen. Die Smartphone-Form mit E-Ink-Display macht es ideal für Pendler und Geschäftsreisende.

Was unterscheidet das Palma 2 Pro vom Kindle?

Das Palma 2 Pro läuft mit Android 15 und unterstützt damit beliebige Apps wie Pocket, Instapaper oder den Kindle Store selbst. Außerdem ist es deutlich kompakter und hat ein Farbdisplay.

Lohnt sich der Aufpreis gegenüber dem Standard-Palma?

Ja, wenn Farbdarstellung wichtig ist – etwa für Diagramme, Comics oder Magazine. Für reine Textleser reicht die Basisversion.

Was ist das Palma 2 Pro – was macht es anders?

Das Boox Palma 2 Pro ist ein smartphonegroßer E-Reader mit 6,13 Zoll E-Ink-Farbdisplay (Kaleido 3) und Android 15 samt Google Play Store. Heißt konkret: Du kannst nicht nur Bücher lesen, sondern auch Kindle-, Kobo- oder Pocket-Apps installieren – und das Gerät sogar unterwegs per Mobilfunk nutzen (Dual-SIM für Daten).

Was ist wichtig bei Bettgeschichten mit dem E-Reader?

Im Alltagstest hat mich weniger „Android“ überzeugt als die simple Tatsache: Das Palma liegt und greift sich wie ein Smartphone – nur ohne Smartphone-Nebenwirkungen. In der Seitenlage bleibt es stabil in einer Hand, Daumen zum Blättern, Frontlicht so weit runter, dass es nicht den ganzen Raum aufhellt.

Was ist wichtig bei Weniger Screen Time, weniger Doomscrolling: Palma + Dumb Phone?

Ein Punkt, der im Alltag stärker wirkt als jede Spec-Liste: Das Palma 2 Pro eignet sich als „digitaler Puffer“, um schlechte Screen Time zu reduzieren. Mein Setup: unterwegs, wenn möglich, nur ein altes Dumb Phone für wichtige Anrufe – und statt Smartphone eben das Palma.

Was ist wichtig bei Kurz erklärt: Kaleido 3, Refresh-Modi und das echte Color-Versprechen?

Kaleido 3 ist E-Ink-Farbe über einem Schwarzweiß-Panel. Texte sind in Schwarzweiß sehr scharf, Farben dagegen sichtbar grobkörniger und eher „Zeitung“ als „Tablet“ – gut für Cover, Markierungen, Diagramme; weniger für bunte Comics in Perfektion.

Was ist wichtig bei Mein neuer Begleiter im Alltag?

Der zweite große Vorteil zeigt sich an der frischen Luft: Das Palma 2 Pro verschwindet in der Jackentasche wie ein 6-Zoll-Telefon. Das ist der entscheidende Unterschied zu vielen klassischen E-Readern: Man nimmt es nicht „extra mit“, es ist einfach dabei.


Quelle Titelbild: Pexels / Perfecto Capucine

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