27 Mai 2026

6 Min. LesezeitPromotion · synaforce

Ein Rückblick auf die IFAT Munich 2026 – und was die Branche jetzt von ihren IT-Partnern erwartet.

Das Wichtigste in Kürze

  • KRITIS-Sektor unter Druck: Entsorgungs- und Versorgungswirtschaft sind durch NIS2, EnEfG und reale Bedrohungslage in den Mittelpunkt der Sicherheitsdebatte gerückt.
  • IT trifft OT: Steuerungssysteme, SCADA, Telemetrie und Office-IT verschmelzen zu einem hybriden Geflecht mit Fehlertoleranz nahe null.
  • synaforce auf der IFAT 2026: CTO Tobias Lehner und Head of Verticals Alexander Weber nutzten die Messe gezielt, um an der Schnittstelle von operativer Realität und regulatorischem Anspruch anzusetzen.

Verwandt:Platform Engineering für Compliance: IDPs erzwingen NIS2 und DORA  /  Microsoft sagt souverän – die Frage ist: souverän wovor?

Die IFAT Munich gilt als Weltleitmesse für Umwelttechnologien. Mehr als 142.000 Besucherinnen und Besucher aus rund 170 Ländern, ausgebuchte Hallen, ein voller Terminkalender. Wer in diesem Jahr durch das Münchner Messegelände lief, konnte allerdings beobachten, dass sich die Tonlage der Branche verschoben hat. Es ging nicht mehr nur um Behälterlogistik, Sortieranlagen oder neue Aggregate. Es ging um eine Frage, die in keiner Podiumsdiskussion fehlte: Wie schützen wir die kritische Infrastruktur einer Gesellschaft, die immer abhängiger von ihren digitalen Steuerungen wird?

Für den bayerischen Datacenter- und Managed-Security-Anbieter synaforce war die IFAT 2026 deshalb mehr als ein Branchentermin. CTO Tobias Lehner und Head of Verticals Alexander Weber nutzten die Messe gezielt, um an der Schnittstelle anzusetzen, an der sich operative Realität und regulatorischer Anspruch heute treffen: im KRITIS-Vertical Entsorgungs- und Versorgungswirtschaft.

Vom Nischenthema zur Systemfrage

Abfallwirtschaft, Wasserver- und -entsorgung, Recyclinginfrastruktur – was lange als „operative Daseinsvorsorge“ galt, ist in den vergangenen Jahren leise, aber konsequent ins Zentrum der Sicherheitsdebatte gerückt. In Deutschland fallen diese Bereiche unter die Kritische Infrastruktur (KRITIS) und damit unter die höchsten Anforderungen an Verfügbarkeit, Integrität und Resilienz. Mit der NIS2-Richtlinie zieht die EU diese Schraube weiter an: Der Adressatenkreis wächst spürbar, Meldepflichten werden enger gefasst, und die persönliche Verantwortung von Geschäftsführern rückt erstmals so deutlich in den Vordergrund, dass sie zum Vorstandsthema wird.

Parallel steigt der reale Druck im Feld. Cyberangriffe auf Versorger und Entsorgungsbetriebe nehmen messbar zu, die Digitalisierung der Betriebsabläufe ist längst keine strategische Option mehr, sondern Voraussetzung dafür, überhaupt wirtschaftlich arbeiten zu können. Die IFAT 2026 hat eindrücklich gezeigt, dass die Branche darauf reagiert – mit automatisierten Sortiersystemen, IoT-gestützter Tourenplanung, Predictive Maintenance an Kläranlagen und einer Wasserwirtschaft, die sich zunehmend als technologisches Rückgrat versteht.

Gespräche, die kein Whitepaper ersetzen kann

So aufschlussreich die Vorträge waren – die eigentliche Substanz der Messe lag, wie so oft, in den persönlichen Gesprächen abseits der Bühnen. Dass etwa Johannes Wittmann (CEO Wittmann GmbH) und Karsten Witte (Wurzer Umwelt GmbH) bereit waren, sehr offen über ihre Sicherheits- und Betriebsthemen zu sprechen, hat synaforce ein deutlich präziseres Bild davon vermittelt, wo Mittelstand und gewachsene Familienunternehmen in der Entsorgungs- und Kreislaufwirtschaft heute tatsächlich stehen.

„Die Entsorgungs- und Versorgungswirtschaft ist – neben Healthcare und Energieversorgung – eines der dynamischsten und gleichzeitig anspruchsvollsten KRITIS-Segmente.“
Tobias Lehner, CTO synaforce

Tobias Lehner
CTO synaforce

Warum IT und OT nicht mehr getrennt gedacht werden dürfen

Wer die Sicherheitsarchitektur eines Entsorgers oder Wasserversorgers gestaltet, hat es nie nur mit klassischer Office-IT zu tun. Steuerungssysteme an Bandanlagen, SCADA-Umgebungen in Pumpwerken, Telemetrie aus mobilen Sammelfahrzeugen, Anbindungen an kommunale Auftraggeber: Es ist ein hybrides Geflecht aus IT und OT (Operational Technology), das in Echtzeit funktionieren muss – mit einer Fehlertoleranz, die faktisch bei null liegt. Ein Ausfall ist hier kein Service-Vorfall. Er ist ein gesellschaftliches Ereignis.

Genau hier setzt synaforce als IT-Partner an. Das Portfolio reicht von der Architekturberatung über Transformation und Migration, Risiko- und Schwachstellenanalysen bis hin zu Incident Response und 24/7-Monitoring kritischer Systeme. Entscheidend ist dabei weniger das einzelne Tool als die Fähigkeit, IT und OT in einem konsistenten Betriebs- und Sicherheitsmodell zusammenzuführen – auditierbar, dokumentiert und für Regulatoren nachvollziehbar.

Fazit: Messen als strategischer Kompass

Die IFAT 2026 war für synaforce mehr als Networking. Sie war ein Realitätsabgleich: Wo bewegt sich die Branche hin, welche Lasten tragen die Betreiber wirklich, und wo kann ein spezialisierter IT-Security-Partner echten Mehrwert liefern? Die Antwort der Messe ist eindeutig. Die Kreislaufwirtschaft ist systemrelevant. Und systemrelevante Infrastruktur verdient den bestmöglichen Schutz – nicht erst, wenn die nächste NIS2-Frist auf der Agenda steht.

Über synaforce

Der bayerische High-End-Datacenter- und Managed-Security-Anbieter synaforce mit Standorten in Hofkirchen und Mainz begleitet KRITIS-Betreiber mit auditierbaren Betriebsmodellen, ISO-zertifizierten Rechenzentren und einer XDR-Plattform „Made in Germany“.

Häufige Fragen

Warum gilt die Kreislaufwirtschaft heute als KRITIS-Sektor?

Abfallwirtschaft, Wasserver- und -entsorgung sowie Recyclinginfrastruktur sind Teil der gesellschaftlichen Daseinsvorsorge. Fällt ein Versorger oder Entsorger aus, hat das unmittelbare Folgen für Bevölkerung, Industrie und kommunale Auftraggeber. Damit fallen sie unter die höchsten Anforderungen an Verfügbarkeit, Integrität und Resilienz.

Was verändert NIS2 für Entsorgungs- und Versorgungsbetriebe?

Die NIS2-Richtlinie weitet den Adressatenkreis aus, verschärft Meldepflichten und rückt die persönliche Verantwortung von Geschäftsführern erstmals deutlich in den Vordergrund. IT-Sicherheit wird damit endgültig zum Vorstandsthema.

Worin liegt der Unterschied zwischen IT und OT in diesem Sektor?

IT beschreibt klassische Office-Systeme, OT (Operational Technology) umfasst Steuerungssysteme an Bandanlagen, SCADA in Pumpwerken oder Telemetrie aus Sammelfahrzeugen. Beide Welten müssen in Echtzeit zusammenarbeiten – mit einer Fehlertoleranz, die faktisch bei null liegt.

Welche Leistungen bietet synaforce für KRITIS-Betreiber?

Das Portfolio reicht von Architekturberatung über Transformation und Migration, Risiko- und Schwachstellenanalysen bis hin zu Incident Response und 24/7-Monitoring kritischer Systeme. Schwerpunkt ist die Zusammenführung von IT und OT in einem konsistenten, auditierbaren Betriebsmodell.

Warum war die IFAT 2026 strategisch besonders relevant?

Die Messe hat gezeigt, dass die Branche aktiv digitalisiert: automatisierte Sortiersysteme, IoT-Tourenplanung, Predictive Maintenance, vernetzte Wasserwirtschaft. Diese Modernisierung erhöht den Schutzbedarf – und macht den Bedarf an spezialisierten IT-Security-Partnern sichtbar.

Bildquelle: synaforce / IFAT Munich 2026

Ein Magazin der Evernine Media GmbH