4. November 2015

Bye, bye Terabyte – Die Cloud bis 2019

Die Cloud wächst und mit ihr die Anforderungen an Mensch, Maschine und Infrastruktur. Das Cloudmagazin zeigt Ihnen drei Fakten, die bis 2019 relevant werden.

Bis 2019 wird der weltweite Cloud-Traffic wahrscheinlich um das Vierfache wachsen. Dies hat eine aktuelle Cisco-Studie unter Berücksichtigung des Global Cloud Index ergeben.

Und mit dem rapide wachsenden Datenverkehr über die Wolke steigen auch die Anforderungen für Anbieter und Kunden des Dienstes. Die drei wichtigsten Informationen zur “Cloud 2019″ hat das Cloudmagazin deshalb zusammengefasst.

Bye, bye Terabyte

Viele Jahre war das Terabyte als größte Maßeinheit von Datenmengen im Gebrauch. Bis 2019 sollen die aktuell 2,1 Milliarden Terabyte Cloud-Traffic auf 8,6 Milliarden heranwachsen. Und mit dieser großen Datenmenge wird auch der Begriff Zettabyte (ZB) als Maßeinheit für den Sprachgebrauch relevant.

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(Bild: Cisco)

Dabei liegt ein Zettabyte bei einer Milliarde Terabyte. Zur Veranschaulichung würde beispielsweise rund 10 ZB 1,2 Billionen Stunden UHD-Video-Streaming entsprechen. Aktuell geht man aufgrund des rapiden Wachstums der Cloud davon aus, dass Städte mit einer Million Einwohner in vier Jahren rund 0,2 ZB an Daten täglich erzeugen werden. Bis das allerdings geschehen kann, muss die globale Breitbandinfrastruktur diesen Anforderungen gerecht werden.

Deutschland bereits ‘Cloud ready’ für 2019

In Deutschland entspricht der Ausbau des Breitbandnetzes den Mindestvoraussetzungen, die für das Cloud-Wachstum bis 2019 benötigt werden. Für die Errechnung dieser Mindestanforderungen bezieht sich der Global Cloud Index auf durchschnittliche Werte bei der Up- und Download-Geschwindigkeit von Daten.

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Oliver Tuszik ist seit 2013 Vice President und Vorsitzender der Geschäftsführung von Cisco Deutschland. (Bild: Cisco)

Den Anforderungen der ‘Cloud Readiness’ entsprechen jedoch neben Deutschland noch 119 weitere Länder. Einige davon finden sich im direkten europäischen Umfeld zu Deutschland. Oliver Tuszik, Deutschlandchef von Cisco, spricht deshalb die Empfehlung aus, sich nicht auf den bisherigen Erfolgen bei dem Ausbau des Breitbandnetzes auszuruhen. Andernfalls könnte Deutschland langfristig nicht konkurrenzfähig als Cloud-Standort bleiben.

Zwei zentrale Gründe für das Cloud-Wachstum

Im Vergleich zu klassischen Rechenzentren wird sich die Cloud in den kommenden Jahren wesentlich schneller vergrößern. Beim Wachstum von Rechenzentren geht man so etwa von einer Verdreifachung aus, während sich der Cloud-Traffic vervierfachen wird.

Ein Grund hierfür ist etwa die zentrale Rolle der Cloud für KMUs und Privatpersonen. Während das klassische Rechenzentrum als kostenintensiver Faktor bisher nur großen Unternehmen vorbehalten war, feiert die Cloud ihren Siegeszug auch bei weniger zahlungskräftigen Klientel. So sollen bis 2019 etwa 55 Prozent aller Internet-Nutzer einen persönlichen Cloud-Speicher verwenden, 2014 waren es schon 42 Prozent.

Doch auch das Internet of Everything (IoE) wird maßgeblich am steigenden Datenverkehr über die Wolke beteiligt sein. Hier gehen die Prognosen bis 2019 auf etwa 508 ZB Datenvolumen pro Jahr. Im Vergleich soll der Datenverkehr über Rechenzentren in den kommenden vier Jahren nur auf etwa 10 ZB ansteigen.

Quelle Bild: Flickr Norlando Pobre, CC BY 2.0