12 April 2022

Es ist eine Kampfansage an die drei Tech-Branchenriesen Google, Amazon (AWS) und Microsoft aus den USA: Die Schwarz-Gruppe, bekannt als Mutterkonzern von Lidl und Kaufland, startet ihre eigene Public Cloud und mischt damit den europäischen Markt ordentlich auf.

Cloud gibt’s jetzt auch bei Lidl. Was erstmal seltsam klingt, ist tatsächlich Wirklichkeit geworden: Die Schwarz-Gruppe, Eigentümerin der Supermarktketten Lidl und Kaufland, hat seine Cloud für andere Geschäftskunden geöffnet.

Damit tritt neben den etablierten Cloud-Anbietern Google, Amazon und Microsoft ein neuer potenter Player auf den Markt. Das Angebot der Public Cloud richtet sich zunächst an kleine und mittelständische Unternehmen und Technologie-Start-Ups.

Die Hintergründe der neuen Public Cloud

2018 hat die Schwarz-Gruppe für ihre eigene IT den Cloud-Dienst mit dem Namen Stackit auf Basis des Open-Source-Projekts Openstack entwickelt. Zusammen mit dem Werkzeughersteller Würth und dem Energieanbieter EnBW hat sich dieses Projekt ab 2019 zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten für die bisher dominierenden US-Cloud-Anbieter entwickelt.

Der Start war bereits für die Mitte des letzten Jahres 2021 geplant, dieser Plan konnte allerdings nicht gehalten werden. Grund für die Verzögerung war auch der Zukauf und die Integration des Cybersecurity-Anbieters XM Cyber in das Projekt.

Der Mehrwert der neuen Public Cloud

Quelle Titelbild : Adobe Stock / tostphoto

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