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Rechenzentren

KI-Rechenzentren: Engpässe beim Bau und die Folgen

Chipmangel und Stromprobleme bremsen den weltweiten Ausbau von KI-Rechenzentren – trotz Rekordinvestitionen in den USA und Europa.

Von Benedikt Langer 22. April 2025 1 Minuten Lesezeit
KI-Rechenzentren: Engpässe beim Bau und die Folgen

2025 werden laut Gartner voraussichtlich deutlich weniger KI-Rechenzentren gebaut. Einer der Hauptgründe sollen Kapazitätsengpässe bei Nvidia und anderen Chipherstellern sein.

Das Wichtigste in Kürze

  • Trump kündigt rund 436 Milliarden Euro für das KI-Projekt „Stargate“ an, EU verspricht 200 Mrd. Euro.
  • Gartner prognostiziert 2025 nur rund 157 Milliarden Euro für KI-Rechenzentren statt erwarteter Summen.
  • Chipmangel bei Nvidia und anderen Herstellern bremst den Ausbau von KI-Rechenzentren 2025.
  • Stromengpässe und fehlende Standorte verzögern den Betrieb neuer KI-Rechenzentren weltweit.
  • Mini-Kernreaktoren werden als Energiequelle geprüft, lösen aber Sicherheits- und Entsorgungsdebatten aus.

Gleich nach seinem Wiedereinzug ins Weiße Haus hat US-Präsident Donald Trump stolz das rund 436 Milliarden Euro schwere Projekt „Stargate“ für den Bau neuer KI-Rechenzentren verkündet.

Trotz großer Ankündigungen bremsen Chipmangel, Standortprobleme und Stromengpässe den Ausbau von KI-Rechenzentren 2025. (Bildquelle: Adobe Stock / Victoriia)

Kurz darauf hat auch die Europäische Union Investitionen von 200 Milliarden Euro versprochen. Laut einer Gartner-Studie werden die Ausgaben für KI-Rechenzentren 2025 aber voraussichtlich nur um ein Drittel auf rund 157 Milliarden Euro steigen, nachdem sich die Investitionen 2024 noch verfünffacht hatten.

Die Marktforscher führen ihre verhaltenen Prognosen auf verschiedene Faktoren zurück. Als Hauptgrund hat Gartner-Analyst John-David Lovelock in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters verschiedene Engpässe genannt: „Die Fabriken von Nvidia und anderen Chip-Herstellern sind

bereits zu fast 100 Prozent ausgelastet“, zitiert ihn das Handelsblatt. Schwierigkeiten bereiteten auch die Suche nach neuen Standorten und die vielfach unzureichende Stromversorgung Sie als IT-Entscheider fünf kritischen Fragen an Ihr IT-Team stellen.

Woher den Strom nehmen?

Abgesehen davon dürfe man auch nicht vergessen, dass ein Großteil der angekündigten Milliardeninvestitionen zunächst in die Infrastruktur fließen und weniger in die KI-Hochleistungsrechner. Unterm Strich dürfte sich der Bau neuer KI-Rechenzentren also noch mehr verteuern und hinziehen.

Viele RZ-Betreiber und Kraftwerkbauer wie Siemens oder auch der Hyperscaler AWS liebäugeln wegen der fehlenden Energieversorgung schon mit der Rückkehr zur Kernkraft mittels sogenannter Mini-Reaktoren. Diese gelten als sicherer, was Kritiker wiederum bezweifeln, weil bei einer größere Zahl kleiner AKWs die staatliche Kontrolle auf der Strecke bleiben könnte. Außerdem bleibt das Problem der Endlagerung und Entsorgung. Daher hat US-Präsident Trump die Auflagen für Kohlekraftwerke jüngst wieder gelockert, während China als größter Betreiber den Bau dieser Anlagen zugunsten regenerativer Energiequellen 2024 zurückgefahren hat.

KENNZAHL
rund 436 Milliarden Euro
für das KI-Projekt „Stargate“ an, EU verspricht 200 Mrd. Eu
KENNZAHL
rund 157 Milliarden Euro
für KI-Rechenzentren statt erwarteter Summen. Chipmangel

Häufige Fragen

Warum steigen die KI-Investitionen 2025 langsamer als erwartet?

Laut Gartner bremsen Chipmangel, Standortprobleme und Stromengpässe das Wachstum. Die Ausgaben steigen nur um ein Drittel auf rund 157 Milliarden Euro.

Welche Rolle spielt Nvidia beim Ausbau der KI-Rechenzentren?

Nvidias Fabriken sind nahezu voll ausgelastet. Der Chipmangel bei Nvidia und anderen Herstellern verlangsamt den Bau neuer Rechenzentren.

Warum erwägen Unternehmen den Einsatz von Mini-Kernreaktoren?

Viele RZ-Betreiber und Firmen wie AWS prüfen Mini-Kernreaktoren wegen der unzureichenden Stromversorgung. Sie gelten als sicherer, sind aber umstritten.

Wie reagiert die US-Regierung auf die Energieprobleme bei KI-Rechenzentren?

Präsident Trump hat die Auflagen für Kohlekraftwerke gelockert, um die Energieversorgung für Rechenzentren zu verbessern.

Wie geht China mit der Energieversorgung für KI-Rechenzentren um?

China hat 2024 den Bau von Kohlekraftwerken zugunsten regenerativer Energien zurückgefahren, obwohl es der größte Betreiber solcher Anlagen bleibt.

// Kernsatz

2025 werden laut Gartner voraussichtlich deutlich weniger KI-Rechenzentren gebaut.

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Quelle Titelbild: Adobe Stock/ sdecoret

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