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Das Wichtigste in Kürze
- Zoom launcht neues Partnerprogramm mit flexiblen, rollenbasierten Tracks für Reseller und Agenturen.
- Trennung in eigenständige Vertriebs- und Beratungspfade ermöglicht zielgenaue Leistungsmessung.
- Punktesystem ersetzt starre Checklisten: Partner sammeln Punkte je nach Aktivität und Stärke.
- Jährliche Bewertung schafft Planungssicherheit und transparente Niveauzuordnung.
- Neues Dashboard ab Februar 2026 bietet zentrale Sicht auf Ziele, Status und Leistungen.
Partnerökosysteme sind ein zentraler Wachstumstreiber im IT-Markt. Doch starre Programme, komplexe Anforderungen und wenig Transparenz bremsen oft die Zusammenarbeit. Zoom reagiert darauf mit einer grundlegenden Überarbeitung seines Zoom Up Partner Programms und richtet es konsequent auf Flexibilität, Leistung und Skalierbarkeit aus.
Das bisherige Partnerprogramm von Zoom war stark auf frühes Wachstum ausgelegt. Mit der zunehmenden Vielfalt des globalen Partnernetzwerks stieß dieses Modell an seine Grenzen. Unterschiedliche Partnerrollen, regionale Anforderungen und Spezialisierungen ließen sich nur begrenzt abbilden. Die neue Programmlogik setzt daher nicht mehr auf ein einheitliches Bewertungsschema, sondern auf differenzierte Strukturen, die den tatsächlichen Beitrag der Partner widerspiegeln.
Zentrales Element der Neuausrichtung ist die Trennung von Reseller- und Agenturpartnern in eigenständige Tracks. Damit werden Leistung, Zieldefinition und Vergütung erstmals konsequent an das jeweilige Geschäftsmodell angepasst. Partner werden nicht mehr nach identischen Kriterien gemessen, sondern entlang ihrer Rolle in Vertrieb, Implementierung und Beratung. Das erhöht Vergleichbarkeit innerhalb der Gruppen und reduziert Reibungsverluste im Channel.
Dynamik durch ein punktebasiertes System
Statt fixer Checklisten führt Zoom ein flexibles Punktesystem ein. Partner sammeln Punkte für Aktivitäten, die zu ihren individuellen Stärken und Wachstumszielen passen. Dazu zählen etwa Vertriebsleistung, technisches Know-how oder Servicekompetenz. Dieses Modell erlaubt es Partnern, eigene Schwerpunkte zu setzen und sich dennoch klar innerhalb des Programms zu positionieren. Gleichzeitig gewinnt Zoom ein präziseres Bild über reale Wertbeiträge im Ökosystem.
Ein jährlicher Bewertungszeitraum ersetzt bislang wechselnde oder wenig transparente Einstufungen. Für Partner bedeutet das mehr Planungssicherheit bei Investitionen, Ressourcen und Marktbearbeitung. Für Kunden schafft es Verlässlichkeit, da Programmniveaus und Kompetenzen über einen klar definierten Zeitraum Bestand haben.
Mehr Sichtbarkeit für Spezialisierung
Mit der Integration des Zoom Services Certification Programms erweitert Zoom außerdem die Partnersegmentierung deutlich. Fachliche Schwerpunkte und Services werden systematisch erfasst und mit bestehenden Vertriebskompetenzen kombiniert. Zoom kommuniziert den konkreten Mehrwert der einzelnen Programmniveaus künftig klarer nach außen. Kunden können so gezielt Partner auswählen, die nachweislich zu ihrem Projekt passen.
Ab Februar 2026 ergänzt darüber hinaus ein neues Partner-Dashboard das Programm. Es bündelt Zielsetzungen, Status und Erfolge in einer zentralen Oberfläche. Für Partner sinkt die administrative Komplexität, während Zoom Steuerungs- und Analysefähigkeiten ausbaut. Das Dashboard wird damit zum operativen Kern des neuen Partneransatzes.
Strategisches Signal an den Channel
Mit dem überarbeiteten Zoom Up Partner Program setzt Zoom ein klares Zeichen in Richtung Channel. Flexibilität ersetzt Formalismus, Leistung ersetzt bloße Programmtreue. In einem Markt, in dem Cloud-Services zunehmend erklärungsbedürftig und beratungsintensiv sind, positioniert sich Zoom als Plattformanbieter, der Partner nicht nur einbindet, sondern gezielt entwickelt. Für das Partnerökosystem entsteht damit die Grundlage, um Wachstum und Kundengeschäft strukturiert und nachhaltig zu skalieren.
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Quelle Titelbild: Cloudmagazin