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OpenAI-Modelle zählen jetzt auf Google-Cloud-Budgets

Google Cloud rollt OpenAI-Modelle im Model Garden als private Vorschau aus. Bestehende Ausgabenzusagen sollen auf die Nutzung anrechenbar sein.

Von Alec Chizhik 3. November 2026 4 Minuten Lesezeit
OpenAI-Modelle zählen jetzt auf Google-Cloud-Budgets

Seit dem 21. Oktober rollt Google Cloud OpenAI-Modelle im Model Garden aus, zunächst als private Vorschau für ausgewählte Unternehmenskunden. Die Abrechnung läuft über den Google Cloud Marketplace auf einer gemeinsamen Google-Cloud-Rechnung. Bestehende Ausgabenzusagen bei Google sollen für den Kauf anrechenbar sein.

Das Wichtigste in Kürze

  • Google Cloud rollt drei OpenAI-Modelle im Model Garden aus. Der Zugang läuft als private Vorschau und ist auf ausgewählte Unternehmenskunden beschränkt.
  • Die Nutzung läuft über Google-Rechnung und Ausgabenzusagen. Unternehmen sollen bestehende Ausgabenzusagen bei Google Cloud auf den Kauf der Modelle anrechnen können.
  • Ein Teil der Datenschutzoptionen ist erst angekündigt. Zero Data Retention und Confidential Compute stehen noch aus, die allgemeine Verfügbarkeit ist für die kommenden Wochen geplant.

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Drei OpenAI-Modelle bei Google

Im Model Garden, dem Modellkatalog von Google Cloud, stehen künftig auch Modelle von OpenAI. Google Cloud rollt zum Start drei davon aus: GPT-6 Astra, GPT-6.1 Sol und GPT-6 Luna. Freigeschaltet werden sie als private Vorschau für ausgewählte Unternehmenskunden. Eine private Vorschau ist eine Vorabversion für einen kleinen, vom Anbieter bestimmten Kundenkreis.

OpenAI begründet den Schritt mit mehr Wahlfreiheit für Unternehmen. Sie sollen mehr Möglichkeiten erhalten, die leistungsfähigsten Modelle zu finden und zu nutzen. Für Google Cloud bedeutet die Vereinbarung, dass ein zusätzlicher Modellanbieter im eigenen Katalog steht. Kunden erreichen diesen Anbieter über die Verträge und Werkzeuge, die sie bei Google bereits nutzen.

Was ist der Model Garden? Der Model Garden ist der Modellkatalog von Google Cloud, über den Unternehmen KI-Modelle finden und in eigene Anwendungen einbinden. Seit dem 21. Oktober rollt Google Cloud dort auch Modelle von OpenAI aus, zunächst für ausgewählte Unternehmenskunden. Die Abrechnung dieser Modelle läuft über den Google Cloud Marketplace auf einer gemeinsamen Google-Cloud-Rechnung.

Abrechnung über eine Google-Rechnung

Den Einkauf wickelt Google Cloud über seinen Marketplace ab. Die OpenAI-Nutzung erscheint auf einer gemeinsamen Google-Cloud-Rechnung, zusammen mit dem übrigen Verbrauch eines Unternehmens auf der Plattform.

Hinzu kommt eine Regel für bereits verhandelte Budgets. Unternehmen sollen bestehende Ausgabenzusagen bei Google Cloud auf den Kauf der OpenAI-Modelle anrechnen können. Solche Ausgabenzusagen sind vertraglich vereinbarte Mindestausgaben bei einem Cloud-Anbieter über eine feste Laufzeit. Geld, das ein Unternehmen bei Google ohnehin gebunden hat, kann damit auch in die Nutzung von OpenAI fließen.

Datengrenze und dedizierte Infrastruktur

Google Cloud sichert zu, dass Kundeneingaben, Kontext und Ausgaben innerhalb der festgelegten Datengrenze bleiben. Die Daten dienen zudem keinem Training von Basismodellen. Die OpenAI-Modelle laufen nach Angaben von Google Cloud auf dedizierter Google-Cloud-Infrastruktur, also auf Ressourcen, die eigens für dieses Angebot vorgesehen sind.

Zwei Bausteine sind bislang nur angekündigt. Optionen ohne Datenaufbewahrung, bei Google als Zero Data Retention bezeichnet, sollen demnächst folgen. Auch Confidential Compute steht noch aus. Gemeint ist eine Verarbeitung, bei der Daten auch während der Berechnung geschützt bleiben. Einen Termin für beide Bausteine nennt Google Cloud nicht.

Vorschau nur auf Einladung

Der Zugang zur Vorschau erfolgt ausschließlich auf Einladung. Teilnehmer müssen bestätigen, dass sie die Modelle nur für genehmigte Entwicklungs- und interne Anwendungsfälle einsetzen. Für den Produktivbetrieb mit Kundendaten ist die Vorschau damit nicht vorgesehen.

Die allgemeine Verfügbarkeit planen die Partner für die kommenden Wochen. Ab dann soll der Zugang ohne Einladung offenstehen. Bis dahin bleibt der Kreis der Nutzer klein und auf Tests ausgerichtet.

Microsoft bleibt primärer Cloud-Partner

An der bestehenden Partnerschaft ändert der Schritt nach Angaben von OpenAI nichts. Microsoft bleibt der primäre Cloud-Partner des Unternehmens. Die Modelle stehen bei Google Cloud also zusätzlich bereit und ersetzen das bestehende Angebot nicht.

Ein weiteres Detail betrifft Entwickler. Lokale Arbeitsabläufe mit der Codex-CLI und mit der Desktop-Anwendung lassen sich ab der Ankündigung zur Inferenz mit Googles Gemini-Plattform verbinden. Die Codex-CLI ist die Kommandozeilenversion von Codex. Inferenz bezeichnet die Ausführung eines trainierten Modells auf neue Eingaben. Die Rechenarbeit für diese Abläufe kann damit über Google laufen.

Häufige Fragen

Wie gelangen Unternehmen in die Vorschau?

Interessenten können sich über ein Formular registrieren. Die Registrierung führt zur Berücksichtigung für einen frühen Zugang und ist keine Zusage. Den Zugang selbst vergeben die Anbieter weiterhin nur auf Einladung.

Über welche Schnittstelle testen Unternehmen die Modelle?

Ausgewählte Kunden evaluieren die OpenAI-Modelle über die Responses API. Zugelassen sind unterstützte Entwicklungs- und interne Testzwecke.

Zählt die Nutzung auch für Sparprogramme von Google Cloud?

Ja, die OpenAI-Nutzung zählt laut Google Cloud zu den Flexible Savings Plans. Diese Sparpläne gelten anbieterübergreifend.

Bildquelle: KI-generiert (Oktober 2026)

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