5. Januar 2018

Big-Data-Lösungen 2018: Diese Branchen stehen im Fokus

Es ist wahrlich keine Überraschung mehr, dass Daten künftig in allen Branchen eine wichtige Rolle spielen werden. Eine besonders große Bedeutung wird im kommenden Jahr jedoch der Nutzung von Daten für neue Geschäftsmodelle zugeschrieben. Denn heutzutage werden weiterhin oft nur bestehende Geschäftsprozesse mit Daten aus neuen Quellen bereichert. Neue Geschäftsmodelle entstehen dadurch nicht. In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Branchen sich im kommenden Jahr intensiver mit dem Thema Big Data beschäftigen werden.

Bislang stellten Fertigungsunternehmen, Versicherungen, Dienstleistungen und der Handel die typischen Branchen dar, die viel und täglich mit Daten zu tun haben. Inzwischen arbeiten jedoch weit mehr Branchen an der Big-Data-Thematik, wenn auch in unterschiedlicher Intensität. So sind neben den bereits genannten typischen Branchen nun auch Landwirtschaft, Transport und Logistik, die Fertigungsindustrie, die Grundstoffindustrie, das Gesundheitswesen, die Bau- und ICT-Branche sowie der öffentliche Sektor mehr auf die Bildfläche getreten.

Big Data zukünftig verstärkt im Gesundheitswesen

Im Gesundheitswesen wird Big Data immer wichtiger. (Quelle: iStock/everythingpossible)

Das Gesundheitswesen soll in naher Zukunft verstärkt mit Big Data Analytics konfrontiert werden. Die wichtigste Voraussetzung für der Verarbeitung von personenbezogenen Daten wird nämlich zukünftig wesentlich erleichtert: das Einverständnis der Patienten. Maßgeblich hierfür sind die eIDAS-, die Datenschutzgrundverordnung und das Bundesdatenschutzgesetz.

Sie ermöglichen die Verarbeitung personenbezogener Daten unter der Bedingung, dass die Einwilligung der Patienten vorliegt. Um die Einholung von Einverständniserklärungen zu vereinfachen, werden dank der eIDAS-Verordnung nun neue Dienste wie digitale Signaturen oder die Fernsignatur per Smartphone ermöglicht.

Auch die Landwirtschaft wird in den Vordergrund rücken

Während beim Gesundheitswesen die Verknüpfung mit Big Data relativ schnell einleuchtet, erschließt sich die Verbindung bei der Landwirtschaft nicht sofort. Bereits Ende der 80er Jahre entstand im Ackerbau eine Grundlage für die Industrialisierung: Das Precision-Farming. Auch wenn es sich zunächst schleppend bis kaum weiterentwickelte, so haben mittlerweile gezielte Technologien, etwa das Bus-System in den Fahrzeugen über GPS-gesteuerte Landmaschinen bis hin zur Satellitenbildanalyse für Böden und Pflanzen, das Precision-Farming voran getrieben. Somit sind heute viele unterschiedliche, strukturierte und auch unstrukturierte Daten vorhanden, die nun ausführliche Analysen verlangen. 

Drohnen spielen in der Landwirtschaft eine wesentliche Rolle. (Quelle: iStock/valio84sl)

Darüber hinaus gibt es neue Datenquellen, die in den Analysen aufgenommen werden können. Hier sind zum einen Drohnen zu nennen, die Bilder und Sensordaten übermitteln, und zum anderen Chips, die den Nutztieren implantiert wurden. So kann der Laufweg einer Kuh festgehalten werden, der im nächsten Schritt hinsichtlich der Milchleistung analysiert werden kann.

 

Das kommende Jahr bietet also interessante und neue Zusammenarbeiten zwischen Branchen und der Big-Data-Thematik, die bislang nicht im Fokus von Big Data Analytics standen. Besonders in bisher eher konservativen Branchen wie Gesundheitswesen oder Landwirtschaft sorgen diese für mehr Analysemöglichkeiten – und in der Folge zu mehr Produktivität und Effizienz.

 

Quelle Titelbild: iStock/ Cecilie Arcurs

Dieser Beitrag basiert in Teilen auf einer Meldung von ISG Germany, Dezember 2017.

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